Von unserem Erntetag beim Stekovics haben wir ein Körberl gemischte Tomaten mitbekommen. Nach kurzem Nachdenken (Einlegen? Einwecken?) haben wir uns – auch weil so strahlend schönes Sommerwetter war, bei dem man als Mittagessen genau so etwas mag – dafür entschieden, die Tomaten aufzuschneiden und mariniert mit bestem Olivenöl (und nur das: kein Essig, ganz wenig Salz, manchmal Kräuter, nur selten etwas Pecorino, einmal Parmaschinken) zu essen: dazu gab es natürlich Brot und etwas Wein. Ein Festmahl, Tag für Tag wurde uns nicht langweilig. Aber alles Gute hat sein Ende und so haben gestern abend, am 7. Tag, für eine Einladung die letzten Tomaten ihren Platz auf dem Tisch und dann den Tellern gefunden. Danke, danke, danke! (an alle Beteiligten 🙂 )
Crostata mit frischen Apfelbeeren
In unserem heurigen Urlaub in den Marken haben wir von Rita jeden Tag eine frische Crostata bekommen. Am Abend, als dolce, aber auch zum Frühstück. Herrlich. Wieder zuhause wollte ich das sofort probieren. Es existieren eine Unzahl von Rezepten für eine solche torta, auf jeden Fall ist der Teig Mürbteig, die Menge der Eier und ob mit oder ohne Backpulver variiert. Ich hab’s hier ohne probiert:
300g Mehl, 150 g Zucker, 150 g zimmerwarme Butter mit 1 Ei, 2 Eigelb und einigen EL Milch zu einem Teig verkneten. Im Kühlschrank rasten lassen. Je länger desto besser! Die frischen Beeren mit etwas Wasser und 1 TL Honig aufkochen und abkühlen lassen, kann ruhig noch Saft dabei sein. Ein Drittel des Teigs in eine gebutterte bemehlte Springform (⌀26cm) legen, dabei am Rand hochziehen. Aus dem Rest das typische Gitter formen und über die draufgeleerte Fruchtmischung geben. Bei 175° etwa eine halbe Stunde backen.
Statt frischer Früchte (jeder Art) kann auch Marmelade verwendet werden – dann geht’s noch einfacher. Bei diesem Rezept stimmt die Gesamtsüße perfekt.
Mei, soviel gäbe es noch
Forellen in Kapern und Estragon
Das Rezept stammt aus der Süddeutschen und hat viele Pluspunkte:
- Es ist sehr leicht und schnell zu machen
- Man kann es vorbereiten – also ideal für eine Einladung: zum richtigen Zeitpunkt ins Rohr und eine Viertelstunde später auf den Tisch!
- Es ist auch für Fisch-Ess-Anfänger problemlos: man muss nix filetieren oder sich mit Gräten herumschlagen.
Hier meine erläuterte und leicht abgeänderte Version:
Zuerst vier Forellenfilets von der Haut befreien – das ist der schwierigste Teil, gelingt mir aber auf dem Kochbrett und einem Messerrücken immer erstaunlich gut. Dann mit Zitronensaft beträufeln und in die vorgebutterte Auflaufform geben. In einer Pfanne zwei Schalotten in Öl anschwitzen, mit einem Becher Sahne aufgießen, 2 EL Kapern und 1 EL gehackten Estragon (unbedingt frischen verwenden!), mit Pfeffer, Zucker (etwa 1 TL) und Salz (beherzt! auch etwa 1 TL, Kosten!) abschmecken. Über die Fische gießen und mit geriebenem Parmesan bestreuen. 15’ bei 250°C.
Den Parmesan hab ich gestern vergessen, war trotzdem sehr gut!
Über Gott und die Welt
Finde ich nach langen Überlegungen( Navi/ müde/ Hunger/…) doch den treffendsten Titel für diesen Beitrag. Viel WELT, vor allem viel Italien hast du mit uns jetzt schon erkundet. Unzähligen Diskussionen über GOTT und ebendiese WELT hast du dir angehört oder hast sie mit uns geführt. Manchmal war dir danach, die ganze WELT zu umarmen und GOTT sei Dank warst du so oft mit uns auf dem Weg durch diese WELT. Danke, Eva!!
Wenn Engel ein Haus in der Gegend herumfliegen
Dann ist man in Loreto in den Marken GELANDET. In diesem Satz ist beinahe die ganze Geschichte dieses Wallfahrtsortes beinhaltet. Ein freundlicher und fröhlicher Platz empfängt uns und das Lokal vis-a-vis der Basilika ist der richtige Ort um hier anzukommen. Diese Kirche ist eines der 8 internationalen Heiligtümer der Welt. Alleine die zahlreichen Seitenschiffe bieten Einblicke in die Geschichte des Christentums, die ich bis dato so noch nie gesehen habe- und ich habe diesbezüglich schon viel gesehen. Die Legende besagt, dass Engel das CASA SANTA – jenes Haus, indem Maria,die Muttergottes gelebt hat, hierher gebracht haben. Mit vier Zwischenlandungen. Bramante- ja der vom Petersdom hat hier Hand angelegt, genauso wie einige Päpste diesem Bau sehr zugetan waren. Dass man in dieser Basilika einer schwarzen Madonna gegenübersteht ist nur ein weiteres Detail dieses heiteren Ortes. Schutzpatronin der Piloten und ein schlafender Josef erinnert mich an den Reichtum der Geschichten rund um Jesus und rund um Maria.
Loreto ist auch der Ort, an dem Hermann endlich eines der Nationalgerichte- Olive Ascolane- eine gefüllte und frittierte Olive- verkostet.
Linsensuppe einfach
So haben wir sie in Castelluccio bekommen und jetzt auch nachgekocht: einfachst in der Zubereitung, ein Hochgenuss!
Das Rezept steht im Beiheft ist aber in eineinhalb Sätzen beschrieben: 100g Linsen/1 Knoblauchzehe je Kopf mit Stangensellerie in kaltem Wasser ungesalzen etwa eine halbe Stunde kochen. Mit Salz, Olivenöl und Kochwasser anrichten!
San Leo
liegt da wie aus einem Märchen: ein großer Fels, an seinem Fuß ein kleines malerisches Städtchen mit zwei romanischen Kirchen (eine ältere, dem heiligen Franziskus, der hier 1213 zu Besuch war, zugeordnet, und eine jüngere, aus dem 12. Jh.). Der Fels trägt eine majestätische Festung – uneinnehmbar und vom bereits erwähnten Federico da Montefeltro so ausgebaut. Die Festung ist weithin sichtbar – und auch die Aussicht von dort ist den Eintritt wert: bis ans Meer sieht man in östlicher Richtung, San Marino als letzten größeren Hügel davor. Mit Vega und Emma habe ich den Hügel erstiegen und die Aussicht genossen, Angelika und Eva spazierten inzwischen entlang der malerischen Piazza Dante entlang der Geschäfte: ein reizender, unvergesslicher Ort.
Zum glücklichen Engel
In dem einzigen Lokal dort
für Emma und Vega
Eingebettet ist dieser Ort
Alte Fotos
Elcito
Lange und ausgiebig haben wir immer gefrühstückt und manchmal, wenn Floriano noch eine sonnenwarme Melone, frisch vom Feld auf den Tisch stellte, artete es schon zu einem pranzo- einem Mittagessen aus. Rita hat uns dann immer gefragt, was wir denn heute vorhaben, wo es denn hingehen sollte. Manchmal waren wir noch unschlüssig und erzählten von unseren Ideen. Ob wir schon in ELCITO waren, hat sie uns an diesem Tag gefragt. Nein, nicht einmal gehört oder gelesen hatten wir davon. Dort fährt sie immer hin und leistet sich eine Nacht im einzigen bed and breakfast( mit 4! Zimmern), wenn sie sich vom Weltenrummel erholen will. Es ist ein winziger Ort, an dem noch 8!! Menschen wohnen. Das war alles, was wir wussten, bevor wir uns auf den Weg dorthin machten. Ja und dann kamen wir aus dem Schauen und Staunen wieder einmal nicht heraus.
Bei unseren Freunden in Orvieto
Vielleicht zum letzten Mal für längere Zeit besuchen wir Orvieto, eine Stadt, in der unsere Freunde mehr als ein Jahrzehnt verbracht haben. Dass es überhaupt möglich war, einen gemeinsamen Termin zu finden, grenzt an ein Wunder – so vielfältig sind die Aktivitäten aller Beteiligten. Wie so oft nehmen sie uns zu sich auf, wir leben einen Abend und einen halben Tag miteinander, die Blicke zu diesem und von diesem Balkon sind voller guter Erinnerungen und nur ein bisschen wehmütig.
Wir essen gemeinsam beim Vinosus, reden miteinander über die Vergangenheit und viel über die Zukunft und machen am nächsten Tag eine Abschiedsrunde zu den für uns so geschichtsträchtigen Plätzen: zur Piazza Duomo (hier begann fast jeder Tag in Orvieto bei einem Glaserl), zum Teatro, in dem wir geheiratet haben. Glücklich fahren wir wieder in die Marken.
