zum Verweilen einlädt.
Archiv des Autors: Angelika
Wenn Wünsche und Träume
So langsam
Gut angewachsen
ist er, der Mispelstrauch. Wie die Apfelbeere, die ich im gleichen Jahr gesetzt habe, hat er heuer das erste Mal geblüht und Früchte getragen. Das ist unsere erste Mispelernte. Die ersten Früchte habe ich, da ich der Meinung war, die sind faul geworden, ins Gras gelegt. Als ich dann sah, wie blitzschnell die Hennen die Früchte leer gepickt hatten, war ich mir nicht mehr sicher. Und siehe da, eine Nachschau hat ergeben, die gehören so. Jetzt überlege ich mir noch, welche Köstlichkeit ich davon zubereiten werde.
Wie heißt es so schön:
In den Pausen
Wo bleiben die Spielkarten?
Naturzaun
Das Wort Zaun ist gerade in aller Munde und teilt die Gemüter, je nach Sicht der Dinge. Oder je nach Sicht der Menschen. Unseren Zaun, der INNERHALB unseres Gartens zu finden ist, mag ich sehr. Er verstellt die Sicht auf die Kompostanlagen, die zum Teil in schiachem Plastikgrün sind.
Und er ist gewachsen im Laufe dieser Tage und Wochen, da wir den Garten für seine Ruhezeit bereit machen. Jede Schicht erzählt vom Frühjahr und vom Sommer. Die Hennen picken noch die letzten Reste raus und über den Winter wird er sich verändern und verwandeln, bis wir ihn dann wieder neu bestücken. Ein Zaun, der erinnert und erzählt. Von Gurken, Brombeeren, Weinblättern und Sonnenblumen. Drum mag ich ihn, unseren Zaun.
oder an Luise
oder an Vega
Sonntags
Eier legen
Alma brütet wieder einmal. Sie hätte es schon lange verdient, so oft wie sie es schon versucht hat. Aber keine Hähne, keine Küken- so ist es zur Zeit. Rosa leistet ihr seit gestern Gesellschaft.
Gemeinsam sitzen sie in einem der 12 Legenester. Das hindert Fany, unser größtes Huhn, nicht daran, ihr Ei dazuzulegen. So ganz nach dem Motto: Da wird doch noch ein Platz für mich sein???
Ein Fundstück
Bei unserem Besuch auf dem Jauerling wollten wir eigentlich im Naturparkhaus einkehren. Da alle Plätze besetzt waren, haben wir uns in Richtung Jausenstation aufgemacht. Dort haben wir eine kleine Stube mit ein paar Tischen und Stühlen vorgefunden. Bei einer älteren Dame hinterm Tresen konnte man die Bestellung aufgeben. Neben dem Restaurationsbetrieb waren da Regale mit Marmeladen und Schnäpsen und einer Flohmarktecke. Dieser Siphonflasche konnte ich nicht widerstehen, so etwas findet man bei den üblichen Flohmärkten sehr selten.
Das gute Stück ist noch voll funktionsfähig, dient im Moment aber eher dem Tischgeflüster.
Von Schuhen, Jacken und Taschen
Ob Männer so etwas auch kennen, weiß ich nicht. Vielleicht im Hinblick auf Kabel und Schrauben. Von vielen Frauen allerdings hört oder liest man, dass sie eine Schwäche für Schuhe haben. Die haben es mir nie angetan, am liebsten gehe ich barfuß, in meinen Birkenstocks oder in meinen Waldviertlern.
Meine Schwäche waren seit ich mich erinnern kann Jacken und Taschen.
Jacken kann ich nicht leicht weg- oder weitergeben. Die meisten liegen oder hängen noch irgendwo rum. So eine Schutzschicht mehr hilft manchmal gegen die Kälte, oder, dass nicht alles gleich unter die Haut geht.
Und Taschen, ja Taschen kann ich nie genug haben. Ich habe eine eigene Taschengarderobe und es beruhigt mich ungemein, wenn ich an ihr vorbeigehe.
Seit einiger Zeit gibt es ganz besondere und sehr spezielle Taschen. Petra verarbeitet alte Jeans zu wunderschönen und sehr praktischen Taschen. Sehr liebevoll verarbeitet und raffiniert in den Details.
Von ihr stammen auch die Gedanken, dass man wohl nicht für alles, was das Leben so vorbeibringt, die passende Tasche hat. Vielleicht hängt meine Marotte damit zusammen.
Für manche Eventualitäten des Lebens habe ich allerdings immer noch keine passenden Taschen. Wie für jene, die in dieser Karikatur dargestellt ist. Viel zu oft erlebe ich, dass Menschen, vor allem Kindern dies widerfährt. Manchmal hat es für mich den Anschein, dass diese Menschen nichts LEBENDIGES leiden… Da wird es wohl nie die passende Tasche dafür geben…

Heuer habe ich
die Tulpenzwiebel an Allerseelen eingesetzt.
Es gibt eine Geschichte, in der ein Mann gefragt wird, warum seine Blumen so besonders schön sind. Darauf hin antwortet er: “Ich nehme immer all meinen Kummer und all meine Sorgen und vergrabe sie mit den Zwiebeln und mit dem Saatgut.”
So habe ich es heuer auch gemacht, ganz nach dem Motto von Pablo Neruda: “Alle Gräueltaten der Menschen und alle Kriege der Welt können nicht verhindern, dass es wieder Frühling wird!!” Gott sei Dank war ich dabei nicht alleine. Meine treuen Gartlerinnen haben fleißig mitgeholfen, all die Frühlingsblumen in gute Erde zu bringen. Und aller vertrauten Seelen wurde gedacht und erinnert. Jeder Seele ein Zwiebele.








