und heute war der erste Freigang angesagt. Ein Erlebnis für uns alle!
Archiv des Autors: Angelika
Nach einer langen Zeit
der Quarantäne hat Gretl heute endlich wieder einmal raus dürfen. Die Federn wachsen langsam nach und Sonnenbaden ist immer noch eine gute Medizin. Gut schaut sie aus, noch legt sie viele Pausen ein, aber das frische Gras und die Gesellschaft haben ihr sehr gut getan. Noch kann ich es gar nicht glauben, dass sie das wirklich überlebt hat, aber es macht so den Eindruck. Die anderen sind sehr hilfsbereit und nett mit ihr, was ich in der Art und Weise noch nie erlebt habe. Meistens werden die Rückkehrer auf ihre Rangordnung hin überprüft, nicht so bei ihr, sie wurde nicht einmal gepickt. Weiterhin gute Besserung, große Kämpferin!
Alle sind wohlauf
Nach 2222,2 km bei -2 Grad
sind wir nach neun Stunden Fahrt wieder in Mühl angekommen. Glücklich und zufrieden über das Erlebte und Gesehene, aber nicht wirklich erfreut über die Kälte und den Schnee…..
Gott sei Dank haben wir reichlich gute Kraftnahrung in fester und flüssiger Form mitgenommen. Das brauche ich, um diese NORDSTAULAGE auszuhalten.
Die Entscheidung
haben wir erst während unserer Reise gefällt. Alle haben ihr Organisationstalent und ihren guten Willen zum Einsatz gebracht. Letztendlich ist es gelungen, die Osternacht in der GRANDE FAMIGLIA in Orvieto zu verbringen. Unser Hotel war nur einen Steinwurf vom Theater, in dem wir geheiratet haben, entfernt. Ein würdiger Ausklang unserer Osterreise 2015!!
Der Zufall
hat uns dann ins IL POZZO geführt. Ein Lokal mit sehr guter Küche, freundlicher Bedienung und einem feinen Ambiente. Etwas überrascht war ich dann schon, als ich in der Fotogalerie, die es in vielen Lokalen zu finden gibt, ein Foto von drei jungen Männern gesehen habe. Lang, lang ist es her, aber irgendwann haben Ted, Bob und John F. Kennedy dieses Lokal besucht. Von Ted gab es dann auch noch Bilder aus späteren Jahren. Verwunderlich was es in so einem winzigen Ort in der Toskana alles zu erzählen gibt.
Monteriggioni
Für den Besuch von diesem Kleinod, das ein guter Läufer in 10 Sekunden durchqueren kann, so stand es in einem unserer Führer zu lesen, haben wir uns am Karsamstag entschieden.
Ein reizender Ort, die Stadtmauer mit ihren Türmen ist noch vollständig erhalten, alle Häuser sind aus dem gleichen Stein gebaut, in den Geschäften kann man qualitativ hochwertiges Handwerk kaufen und die Pilger des Franziskusweges werden herzlich willkommen geheißen.
Flanieren
Am Ende des Tages
hat uns der Zufall auf das Weingut LE FILIGARE geführt. Der Frühlingsvollmond kündet bereits das Fest des Lebens an.
Volterra
Prodotti regionali
Sie haben so ihren Tick,
Gott in allem finden
lautet das Fundament der franziskanischen Spiritualität. Ja und so hat er es uns am Ende der Rückfahrt auch gezeigt, der Franziskus. Beim Mühlenweingut machen wir noch einen Halt. Vielleicht haben sie ja noch offen und wir können eine gute Flasche Wein mitnehmen.
Nein, offen hatte es nicht mehr. Aber der Verwalter hat sich für Hermann Zeit genommen und ihn beraten. Und am Ende der Verkostung hat er uns eingeladen doch noch eine halbe Stunde durch dieses Weingut mit all seinen Skulpturen zu spazieren. Bis hin zur großen Franziskusstatue….LAUDATO SI…
Schutzpatron der Schöpfung
Nach der Entscheidung, mich das erste Mal an einen Franziskusort zu wagen, habe ich sie zsammpackt, MEINE ZWEI- UND VIERBEINER und wir haben die Fahrzeit von 2,5h( ein Weg) auf uns genommen. La Verna liegt in einem Nationalpark, der noch Wölfe und Bären beheimatet.

Eine klare Botschaft in der Statue, die am Eingang steht.

Ruhe, Strahlkraft, Wind, Weite, Stille und Wildheit prägen diesen Ort.

Wir waren in der Laune, sein LAUDATO SI anzustimmen….

Bis zu diesem Schild!!!! An einem Ort, an dem ein Mann gelebt hat, der zum Schutzpatron der Tiere und der Schöpfung bestimmt wurde und der nur singend durch die Lande zog, haben die BRÜDER( die franziskanischen) sich dieses Schild einfallen lassen. Da hat jemand die Lehre des Franziskus, von seiner Spiritualität rede ich gar nicht, wohl falsch verstanden. Aber dieses Problem hatte er schon zu Lebzeiten.

La Verna
Er war mir immer schon einer der ganz besonderen Menschen, der Franziskus, der von Assisi. Seit meiner Ausbildung zur Geistlichen Begleitung, bei der ich seine Spiritualität in ihrer Klarheit und ihrer Schönheit erfahren durfte, bin ich begeistert und voller Anerkennung für ihn. Gerade aus diesem Grund habe ich es bis jetzt vermieden an irgendeinen jener Orte, derer es in diesem Land einige gibt, zu fahren. Heute habe ich den Sprung gewagt und wir sind nach LA VERNA gefahren. Jene Einsiedelei, in der er in einer Felsspalte geschlafen hat und seine Wundmale empfangen hat.
