Pane e vino Orta San Giulio

Am Hauptplatz in Orta, an der Seite, etwas versteckt, stehen ein paar Tische – Angelika hat sie zielsicher angesteuert – zwei Schilder weisen hin: keine Bar, keine Cafeteria. Pane e vino —  prodotti tipici in degustazione. Auf den beiden Karten – kleine Tafeln mit vielen Blättern des Wein- und Speisenangebots das Motto: La semplicità è l’anima della felicità. Man bekommt hier Kostproben von allem was sie haben. Zubereitet wird höchstens ein Salat oder eine Torte.

Die drei Inhaber aus Gravellona Toce — ein paar Kilometer entfernt, ziemlich in der Mitte zwischen Ortasee und Lago Maggiore — sind auf einem großen Schild, gemeinsam mit John Lennon wie auf dem berühmten Abbey-Road-Cover abgebildet: Ein Mann mit Bart, er war selbst 20 Jahre im Ristorante “Venus”, nebenan mit der schönsten Aussicht in Orta beschäftigt, seine Frau und seine Schwester haben ihre eigene Vorstellung eines Lokals gemeinsam verwirklicht: sie sind nun in der dritten (Sommer-)saison hier, von März bis Oktober. In jedem Detail steckt Liebe und Sorgfalt und eine Hand für Schönes. Im Laden kann man alles Verkostete auch kaufen, jeder Zentimeter mit Köstlichkeiten vor allem aus der Region: vom Honig über Käse, natürlich alles, was man sich an Wurst und Schinken vorstellen kann, ausgewählte Fisch-Konserven vor allem aus Portugal.

Dass hier versucht wird, die Liebe und die Begeisterung für gute und echte Lebensmittel weiterzugeben ist offensichtlich: jedes der grandios zusammengestellten Verkostungsteller ist auch optisch ein Kunstwerk und man kommt beim Genießen aus dem Staunen über die Herrlichkeiten nicht mehr heraus. Im Vorbeigehen wird manchmal noch darauf hingewiesen, was für eine Besonderheit man da gerade auf dem Teller hat. Allein der Brotkorb mit besonderen Broten (auch mit Pasta madre) ist eine Bestellung wert.

Ich weiß nicht, wie oft der Versuch, Glück zu vermitteln gelingt. Uns haben sie glücklich gemacht, bei jedem Besuch. “Gottvoll!” würde Margit sagen. Besser kann man es nicht formulieren.

Palmsonntagsgeschenk

Unsere Büsche, die heuer (gefühlt) doppelt so groß sind wie letztes Jahr, sind ein Paradies für Vögel: sie rasten dort, picken herum (besonders an Stachelbeere und Sanddorn) tollen und spielen. Nicht selten sind es ganze Gemeinschaften: Spatzenbanden, turtelnde Pärchen oder Familien beim Ausflug.

Am Palmsonntag waren es (Blau-)Meisen, die winzige Sprößlingin war gegen eine unserer großen Scheiben geflattert, aber zum Glück nur leicht benommen. Die Eltern saßen auf den Sträuchern und am Zaun und ließen laut und mit sehr schöner Melodie hören, wo sie saßen. Angelika fand die Kleine, hob sie auf, tröstete sie und nach kurzer Zeit flog sie davon. Wir konnten die drei noch eine Weile hin- und hersausen und Rast machen sehen. Dann flogen sie davon.

Kurze Zeit später machten auch wir uns auf den Weg. Ab in den Süden!

Fahr mit im knallgelben Cabrio

Gilt für damals.

Auch heute noch.

Und in Zukunft.

Mit ein paar Dellen, Beulen und Rostflecken mehr.

Immer noch mit dem frischen Wind, dem offenen Fetzendachl und dem Geruch der Freiheit.

Immer wieder über Land und durch das Leben gondeln.

Im knallgelben Cabrio –

oder doch im knallroten Volvo.

Danke Susanne Schneider

Feler machen, Feler ertragen, Feler aushalten und Feler machen üben. Übung macht den Meister.

Klettern war, Schaukeln ist

Das ist DIE Herausforderung in unserem Hennenparcours. Evas alte Kletterleiter haben wir als Hängebrücke zwischen zwei Paletten montiert. Hederl ist noch sehr skeptisch, aber Viviene traue ich es zu. Bin gespannt, wer die Erste sein wird, die das für sich entdeckt.

Sara am Laufsteg

Sara hat gleich ausprobiert, ob sich die Paletten auch für den Catwalk am Laufsteg eignen. Anscheinend gibt es auch den Chickenwalk. Sehr gekonnt, Sara.

Hennenparadies

Der Teil des Gartens gehört den Hühnern – mit Ausnahme der Hochbeete, die sind gut geschützt. Um die Schattenplätze mit Beschäftigung, Futter und Spiel zu kombinieren, haben wir ihnen einen mit den alten Strohballen und den Paletten einen Parcours gebaut. Sie haben sehr viel Freude daran und wir immer etwas zum Schauen und zum Lachen.

Der Osterhase

hat den Satz wohl nur ungenau gelesen. EIN Gläschen steht da drauf und dann noch in Ehren. Hoffentlich gibt es heuer nicht nur Liköreier, so wie der dreinschaut.

Spielereien

Auf sie ist einfach Verlass, auf die Dirndln und Schlehen. Egal wie der Winter war, egal welche Wetterkapriolen es gibt, sie blühen jährlich aufs Neue in all ihrer Pracht und in all ihrer Fülle. Allem Anschein nach hat ihnen auch der kräftige Rückschnitt gut getan.

Seit der vordere Teil des Gartens MIR gehört, das heißt, ich teile nicht mehr mit den Hennen, erlauben sich sowohl der Garten als auch ich einige Spielereien. Ich baue Stuanmandeln, da ich sie ja jetzt nicht mehr zum Schutz gegen das Scharren brauche und der Garten treibt unterirdisch aus. Der Sanddorn hat zwei Meter weiter einen Ableger getrieben und die Lilien habe ich seit zwei Jahren nicht mehr austreiben gesehen. Eine tägliche Entdeckungsreise.

Die Markerbse Alderman

wird heuer neben Hinrichs Riesen und Mombacher Speck in den Hochbeeten ausgesät. Gott sei Dank gibt es inzwischen wieder vielfach kultiviertes Saatgut sogenannter alter Sorten. Und hoffentlich bleibt uns diese Vielfalt noch lange erhalten.
Ich habe Gefallen an all den sonderbaren Namen der einzelnen Körner gefunden – bis vor Kurzem habe ich nicht gewußt, dass es MARKerbsen gibt. Mit Mombacher Speck hätte ich keine Bohnensorte in Verbindung gebracht und Hinrichs Riesen waren in der Sagenwelt beheimatet. All das wird neben den Berner Landfrauen (Stangenbohnen) und dem Forellenschluss (Salat) zumindest einmal angesetzt, aber hoffentlich auch wachsen und gedeihen. Auch die Mairübe als Lieferant für alle B-Vitamine, Karotin und Folsäure wird unseren Garten mit ihrer Heilwirkung bereichern.

Jute, Holz und Ton

sind die Materialien, die meine Pflanzen, Büsche, Sträucher und Bäume heuer begleiten werden. Und mir sind sie Hilfe, wo ich denn was ausgesät habe. Mit dem letzten Gartenjahr waren die alten Schilder aufgebraucht oder durch die Witterung verbraucht, die Bindfäden haben sich schon beim Hinschauen aufgelöst, so war es Zeit für Nachschub. Diesmal habe ich mich für einen klassischen Gartenzwirn aus England und für Holzschilder entschieden. Das sollte wieder ein paar Jahre halten und überdauern. Dass die Tonschilder von Petra noch Jahrzehnte ihren Dienst tun werden, steht außer Frage.

Bertramwein

Da dieser Kräuterwein den Beinamen Stärkungswein hat, war das ausschlaggebend dafür, dass auch er mein Begleiter bis Pfingsten sein wird.

Wermutwein nach Hildegard von Bingen

Es sind die klassischen Kräuter, die Hildegard von Bingen oft und gerne verwendet hat, mit der auch diese Kräuterweine angesetzt werden. Die Rezepte habe ich von meiner Mutter, die immer wieder einmal Kräuter- und Heilseminare besucht. Für die Zeit bis Pfingsten habe ich mich für zwei dieser Kräuterweine entschieden.

Ö1 ist eine Wohltat

in der österreichischen Medienlandschaft. Und ob ein Sonntag ohne Café Sonntag noch ein Sonntag ist…

Wieviele verschiedene Grüntöne gibt es?

Ob das jemand weiß? Jeder Strauch, jeder Baum, jeder Stock und jede Pflanze zeigt im Austreiben einen der Grüntöne. Wann immer ich um diese Zeit durch den Garten streife fällt mir die Grünkraft der Hildegard von Bingen ein. Dann wirkt der Rundgang gleich doppelt.