Meine Mädls in der arktischen Kälte

Arktische Luftmassen- WUASCHT.

Hauptsache draußen.

Jetzt brauchen wir ein bißchen Frühling

hat Hermann gesagt.

Und getan.

Wohltuend für die Augen und Balsam für die Seele.

Emma ist 8!

Unser Energiebündel und fröhlicher Wirbelwind ist nun acht geworden! Wie es bei uns Tradition ist, hat es den ganzen Tag über Lieblingsspeisen für alle gegeben. Emma durfte sogar noch extra eine Runde draussen drehen, Maxi hat sie dabei begleitet und den Tag mit einem seiner Überraschungsangriffe gewürdigt!

Una festa italiana

Am Abend haben wir dann zu Cipollinos Ehren ein großes Festessen für uns gemacht! Der Basilikum ist frisch aus unserer “Orangerie”, der Rotwein aus Orvieto durfte natürlich nicht fehlen!

Arrivederci, un abbraccio a tutti

Wir haben uns ein Herz gefasst und Cipollino gut sterben lassen. In großer Ruhe hat unser Maestro Hans noch einmal ganz genau hingeschaut und ihn mit großem Feingefühl begleitet.

Dann haben wir auf unserem Blog die letzten Jahre mit Cipollino Revue passieren lassen und mit vielen Achs! und Mei!s sind Erzählungen aus 19 Jahren Leben wieder aufgetaucht. Eine Geschichte ergab die andere und nicht selten haben wir herzhaft gelacht — so viele Erlebnisse!

Nachdem wir die Seele bei uns ausgeistern haben lassen, war klar, dass sein Ruheplatzl unter der Lockenweide (eine so gute Beschützerin) sein wird — neben Marylin, auch so ein schneidiges Wesen!

Cipollino und ich haben uns in den letzten Wochen die Küchenecke geteilt, von seinem Futterplatz konnte er immer sehen, was gerade brutzelte, am Boden hat er mich immer verfolgt, damit ich ihn ja nicht vergesse: Essen war die Leidenschaft, die uns beide verbunden hat. Deshalb hat er nun etwas ganz besonderes mit auf die Reise bekommen: die einzige Dose Kaviar ihrer Russlandreise hat Angelika ihm mitgegeben!

Der Zufall wollte es, dass Eva uns von ihrer Amsterdam-Reise Tulpenzwiebeln mitgebracht hat. In der Farbe des Himmels einer italienischen Sommernacht! Wir haben sie auf sein Grabl gesetzt — sie werden uns anzeigen, wenn es wieder Frühling wird!!

Für ein Baguette

ist dieses Gärkörbchen gedacht, ein “Simperl”, wo der Teig noch einmal “ruaseln” darf, bevor er in den Ofen kommt. Einmal mit dem Emmer und Hartweizen und Pasta Madre, ein andermal dem Sauerteig vom Roggenbrot , nicht ganz stilecht, aber auch nett!

 

11 Trappistenbiere

gibts weltweit (mit strengen Regeln für diese Bezeichnung). Vier davon haben schon den Weg in die Klockerei gefunden, das Quadrupel ist unser aktueller Favorit: das kleine Bier zum Tagesabschluss, zum Feiern des Gelungenen, zum Auslassen und Einstimmen: auf den Schlaf!

Faschings-Krapfen

Es gibt noch (mindestens) eine Bäckerei, die die Faschingskrapfen ernst nimmt: es gibt sie nur im Fasching, sonst nie. Als ob das nicht Grund genug wäre, die Vorfreude darauf zu genießen, sind sie auch noch ganz und gar nach allen Regeln der Kunst zubereitet.

Da ist jeder Bissen ein Genuss, die Marillenmarmelade schon fast zuviel des Guten! Wir brauchen da immer gleich eine ganze Lage (oder ein paar halbe Meter) weil die fanatischsten Faschings-Feierer bei uns sind Kater, Hennen und Hunde — ganz narrisch werden sie, wenn sie Faschingskrapfen auch nur riechen!

Buabefåsnåcht 2018 in Imst

Damit man immer, wenn einem danach ist, was zum Anschauen hat!

Video mit freundlicher Genehmigung von Westproductions, erstellt für Imst Tourismus

Speckomelette mit Spinat und Salat

Manchmal braucht man Stärkung für Körper und Seele: das kann beides und ist einfach und schnell gemacht!

Teig (für 2 Portionen): 6 dag Mehl,  ⅛l Milch, 1 Ei (getrennt): Mehl mit etwas Salz mit Milch und Eidotter versprudeln, Eischnee unterheben.

5dag Speck, 10 dag Bundspinat. Den Spinat mit einer halben Zwiebel und einer Knoblauchzehe in Olivenöl andünsten, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Die Hälfte vom kleingeschnittenem Speck mit etwas Butter in der Pfanne glasig werden lassen, die Hälfte des Teigs darüberlaufen lassen, auf beiden Seiten braun braten. Mit dem Spinat belegen und zusammenlegen. Dazu Salat!

Wenns gut schmeckt, sagt sie normalerweise nichts mehr während des Essens. Gestern doch: “Sauguat!”

Was tun mit dem Huhn? Ja eh — Frikassee!

Schon beim Backhendlsalat (aus gekochtem Huhn) hab ich über das Hühnerfleisch, das beim Suppe-Kochen anfällt geschrieben. Mit dem Frikassee, das gefühlt alle daraus kochen, hab ich bis jetzt gewartet. Weil meine Erinnerungen an dieses Essen recht einfach zusammenzufassen sind: langweilig, manchmal extrem langweilig um nicht zu sagen — geschmacklos.

Nun hab ich mich nach einigem Studieren für ein Rezept (angeblich vom Lafer) entschieden, das hier verbloggt wurde. Wenn man das Hühnerfleisch schon hat (aus der Suppe), ist das halb so schlimm, daher hier nur der letzte, entscheidende Teil, die Zubereitung des Frikassees selbst — hier für 2 Personen:

2 dag Butter aufschäumen lassen, mit 2 dag Mehl anschwitzen, mit ⅛ l Weißwein aufgießen, dann ¼ l von der Hühnersuppe dazu. Auf kleiner Flamme 10′ einreduzieren lassen. Inzwischen 125g Champignons in 1 dag Butter anbraten, salzen und pfeffern. Gemeinsam mit etwa ½ kg Hühnerfleisch in der Soße noch einmal aufkochen lassen, dann 150g Erbsen, 1 EL Kapern, 2 EL Tomatenstücke (entkernt) dazugeben und 5′ ziehen lassen. 100ml Sahne mit 1 Eidotter vermischt einrühren, mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft (beherzt!) und Petersil abschmecken.

Gar nicht fad! Dazu Reis und natürlich Wein.

Angeblich könnte man das auch vegetarisch kochen und das Huhn z.B. mit Spargel aus dem Glas ersetzen. Kann ich mir schon vorstellen.

Wo Fuchs und Gams einander guten Morgen sagen

haben wir am Montag einen kurzen Ausflug in den unfahrbaren Schnee gemacht: Bruchpulver bis unten. Aber wen interessiert das? Grandioses Gehen und Gleissen genießen!

Am Weg haben wir dann einen gemütlichen Fuchs, der sich langsam verschlich, als er uns merkte, und eine Gams, die schon Richtung Wald unterwegs war, gesehen.

Focaccia nach Antonella — aus Dinkel/mit Zwiebeln (Sauerteig)

Die herrliche Focaccia mit Pasta Madre hab ich beim Auffrischen dieses Mal mit Dinkel gemacht. Immer noch führe ich meine fünf PMs und bei jedem Auffrischen wird etwas gebacken: dieses Mal die Focaccia aber mit Dinkel statt Weizen. Funktioniert problemlos! (Bis aufs Kneten – da klebts halt bis zum Schluss).

Sie ist sehr schön aufgegangen, schmeckt wunderbar und dieses Mal hab ich die Hälfte mit vorgeschmortem Zwiebel belegt!

Kastlunger Harald

heißt der Gestalter dieser Figuren. Ein Südtiroler Original, der einen Besuch wert ist. Ob auf der Seite seines Webmuseums oder persönlich in Brixen. Viel Liebe zu Mensch und Tier steckt in diesen Figuren. Viel Wärme und Güte. Und viel Liebe zum Detail.

Die Krippen sind verräumt

und die Figuren wieder eingepackt. Den Befanabesen fürs nächste Jahr habe ich bereit gestellt und noch die eine oder andere Variante ausprobiert, wie ich ganz spezielle Figuren vielleicht im nächsten Jahr aufstellen könnte.