Eingewoben ins Leben

Für Mizzi und all jene, die vor der Zeit gegangen sind

Wer kommt in unser Leben?

Wie, warum und wozu?

Wer bleibt wie lange?

Wer geht wie und vor der Zeit?

Oder gibt es kein vor der Zeit, nur ein in der Zeit?

Für uns und mit uns?

Solche Fragen begleiten mich immer wenn es um Krankheit, Leiden und Sterben geht.

Übergeben und aus der Hand geben.

Gehen oder bleiben.

Und in allem eingebunden ins Leben und -Teil unseres Lebens sein.

Der Erdbeerkuchen

In Imst die Buabefasnacht(das gilt auch für das Schemenlaufen) zu besuchen, heißt auch, dass man sehr viele vertraute Gesichter sieht, alten Bekannten begegnet und Menschen trifft, die man nur bei der Fåsnåcht trifft!
Und zu all den Menschen gibt es natürlich Geschichten, die mich mit ihnen verbinden. Damit “meine Familie” sich die Namen und Gesichter leichter merkt, erzähle ich ihnen manchmal die eine oder andere der Geschichten. Wie zum Beispiel die Geschichte von TANTE GERTIS ERDBEERKUCHEN, der Jahre später in einem Rezeptbüchlein von ihrer Tochter für mich niedergeschrieben wurde. Mein Schwärmen über diesen Kuchen hat Hermann dazu bewogen, dieses Rezept auszuprobieren.

Voilà!!!!!

Buabefasnacht 2014 in Imst

Deis hoaßt fiar mi huam eie fåhre!

Zuaschauge, wia viele Händ in Bua einnahe. A jeder isch nou gscheider wia der åndere. Ouder besser gseit a JEDE isch nou g’scheider wia die ÅNDERE!

Die g’wachsne Buabe ban Fruahschtuck treffe und derleibe, wia se ringe, dass sie deismal it ind Fåsnåcht giah.

Ban Aufzug in die andere vun Papa s’Schallertuach zoage und dabei viele Erinnerungen g’schpiare.

Und noche doube ban Bonder warte, bis es Zwölfe leitet!!! Uaner vu dei heilige Momente- jedsmål wieder.

Schtolz drau sein, wia dia Buabe d’ Buabefåsnåcht zu an würdigen Ereignis måche!!!

Stolz und Vorurteil

Ich war richtig stolz, als diese Galette vom Stepford Husband aus dem Ofen kam, und sie war richtig gut! Ich hatte das Rezept ein bisschen verändert – Rohnen mach ich nur mehr in der Folie im Rohr (200°C, eine gute Dreiviertelstunde) – und dann prompt etwas zu mild gewürzt: sie hätten ruhig etwas Salz vertragen (oder der Sauerrahm etwas mehr). Vom Käse hab ich eh schon eher 100g verwendet, aber auch da hätt’s etwas mehr sein können. Und Zitrone (noch) weniger. Ansonsten ganz genau wie im Rezept!
Ein prüfender Blick auf das Originalfoto – und mein Vorurteil war bestätigt: Kochfotos, die so schön sind, sind manchmal nicht ganz wirklichkeitsgetreu. Entweder ist die Galette auf dem Foto noch nicht gebacken, wofür das fast makellose Backpapier spricht, oder aber ist sie auf jeden Fall auf keinen Fall mit Ei bestrichen worden: sonst würd sie nämlich so ausschauen:
Oder liegt’s an unseren herrlichen Eiern von unseren herrlichen Hühnern?
In jedem Fall war die Galette herrlich (wird wieder gemacht; wie oben beschrieben), ich hab ein neues Wort/Gericht kennengelernt und rote Beete einmal ganz anders sind eine tolle Bereicherung. Schmeckt übrigens kalt mindestens genau so gut!

Faschingskrapfen

haben wir uns heute nach der ersten Putzeinheit gegönnt. Jota, unsere Kleinste, hat den Irrtum sofort erkannt. Faschingskrapfen nur für die Menschen? NIEMALS!!!

Mit allen Tricks hat sie versucht an ein Stück meines Krapfens zu kommen.

Erfolgreich, wie man sieht!

Hennenkoch

Sie lieben ihn, den Hennenkoch, den Hermann ihnen immer wieder zubereitet. Diesmal haben sie Luise in die Küche geschickt um ihn zu erinnern, dass es wieder einmal Zeit wäre für eine Belohnung. Mit der großen Schüssel in der einen Hand und dem Türgriff in der anderen war ich gerade dabei, die Terrasse zu betreten, schon waren Jota und Rosa mit einem Flügelschlag am Schüsselrand und haben sich bedient. Gott sei Dank war genug für alle da, so haben sich auch die Langsameren und die Schüchternen satt gegessen.

Ich schau einmal bei euch vorbei

Diese Ankündigung anlässlich unserer Hochzeit wurde in den vergangenen Tagen wahr gemacht. Wir haben feine Nachmittage miteinander verratscht, uns erinnert und viel gelästert(mei, deis tuat der Seele guat) und gelacht.
Dageblieben sind wunderbare, blühende, leuchtende und kulinarische Geschenke. Wir essen uns gerade durch schmackhafte Mamaköstlichkeiten aus Ungarn, schmücken unseren Visionenbaum und haben schon wieder ein paar Ideen fürs Einkochen erhalten.

Küchenradio

Am 1. Oktober 1924 wurde in Österreich die erste Rundfunksendung ausgestrahlt, von der RAVAG (Radio Verkehrs AG): sie wurde 1938 liquidiert, nach Kriegsende existierten Sendegemeinschaften in allen Besatzungszonen (Radio Wien unter sowjetischer Aufsicht, Sender „Rot-Weiß-Rot“ unter amerikanischer), die 1955 zum Österreichischen Rundspruchwesen vereinigt wurden. Erst am 1. Jänner 1958 war der Österreichische Rundfunk zum Senden berechtigt, der erst 1964 durch ein Volksbegehren die heutige Form erhielt.

Die verwendete Technik entwickelte sich in dieser Zeit ebenfalls: während anfänglich Mittelwelle verwendet wurde (Wellenlängen 1000m-100m), die für unser gebirgiges Land denkbar ungeeignet ist und daher nur in den Städten gut funktionierte, wurde später Kurzwelle (bis 10m) verwendet. Die heute verwendete Ultrakurzwelle (bis herunter zu einem Meter – verwendet werden Frequenzen um 100Mhz) konnte erst seit dem 1. Juli 1953 überhaupt verwendet werden (Europäisches Rundfunkabkommen Stockholm 1952). Die Besatzungsmächte verboten seit 1945 die Verwendung von Wellenlängen kürzer als 10m, und erlaubten sie ab 1949 in Deutschland, aber erst 1953 in Österreich. Das Zustandekommen der österreichischen Sendungen durch Verschicken von Tonbändern konnte bei den Amerikanern den Verdacht nicht ausräumen, dass dabei kommunistische Propaganda eingeschleust werden könnte. Es dauerte vom 6. September 1953 bis zum 15. Dezember, dass die Amerikaner nach mehrmaligem Verhindern der Sendungen diese rein österreichischen Programme zuließen, der erste auf dem Kahlenberg in Wien, in Innsbruck wurde vom Landhaus aus mit 300W gesendet (viel mehr dazu z.B. hier)

In Tirol wurde die erste Sendeanlage auf dem 2246m hohen Patscherkofel am 21. Dezember 1956 eingeweiht, sendete aber nur schwach: erst am 1. Juni 1959 konnte der UKW-Betrieb aufgenommen werden.

All das ist für unseren Radio, den wir am Montag von einem Radiobastler aus Wien, der das Gerät liebevoll und herrlich restauriert hat, erhalten haben, von großer Bedeutung: der Empfänger wurde von der österreichischen Firma Eumig (das ist eine andere interessante, noch viel längere Geschichte, die ich hier nicht erzählen werde) 1956 gebaut, also zu einer Zeit, als UKW in Österreich gerade erst begonnen hatte. Die Empfänger von Minerva (z.B. der 556W aus dem Jahr 54/55 hatte deshalb eine provisorisch mit 0-100 beschriftete Skala – den gibt’s bei der issba in Reute).

Unser Eumig Eumagnus 363W hat eine Skala, die von 88-100 beschriftet ist, mit Senderbezeichnungen. Über 100(MHz) ist noch nichts, das ist für die damalige Zeit normal.

Die Technik, die dahinter steckt schaut abenteuerlich und spannend aus! Das magische Auge funktioniert hervorragend, eine kurze Wurfantenne reicht für guten Empfang aus!

Und so begrüßen wir den neuen Tag mit „Guten Morgen Österreich“ mit unserem neuen, fast 60 Jahre alten Küchenradio!

Saatgut sortieren

Die Saatgutaktion, angeregt von Arche Noah, war der Anlass mein gesammeltes Saatgut zu sichten und zu sortieren. Im Moment habe ich genau 50 verschiedene Samen und Knollen, die darauf warten, dass der Winter vorbei ist und die Erde bereit, sie aufzunehmen. Vielfältig und erprobt, altes Kulturgut und Zugefallenes ist dabei.
Den Eu-Abgeordneten schicken wir Rüben, Hosbohnen und bunte Erdäpfel, in der Hoffnung, dass der gesunde Menschenverstand über die Geldgier siegt!!!???!!

Igelen und ein Suhlschwein

Es war wieder einmal ein Wochenende mit Eva. Das bedeutet: backen, backen und nochmals backen. Gestern waren es Oreokekse, von denen auch die Hunde ungewollt eine Kostprobe erhielten. Und heute gab es neben den Igelen auch Katzen und für mich ein Suhlschwein. Das ist so reizend geworden, dass ich nicht weiß, ob ich es auch essen werde.

Küchenhelfer

Heißt er jetzt Gummifranz, Fritz oder Hansl? Gemeint sie der Teigschaber, der beim Backen immer wieder gute Dienste beim Teig zusammenkratzen leistet. Darüber sind sich Eva und Hermann nie einig. Wie werden sie dann erst unseren neuesten Küchenhelfer nennen?

Grusliger Gruss aus der Küche

so hat Eva unseren Vormittagssnack genannt. Untermalt mit dem Duft der aufblühenden Frühlingsbotin, die ich in die San Marzano Dose gepflanzt habe, war er eine gschmackige Stärkung für den Tag.

Brot oder Zopf

lautete die Frage der beiden Genussköche in diesem Haus. Denn obwohl der Vorteil von Brot ist, dass es Brot ist (Argument Hermann), konnte Eva mit ihrem, aus Zopfteig kann man aber Igel machen, ihren Vater leicht überzeugen. Also dampfelt, mahlt, mischt, geht jetzt beides vor sich hin und wartet aufs Backen und die Verkostung!

Zugefallen

So oft passiert es, es fällt mir etwas zu. Manchmal begleitet es mich durch den Tag oder durch die Zeit. Manchmal tauschen wir uns darüber aus. Heute mag ich es weitersagen und weitergeben. Zwei Anregungen, die wohl tun und warm machen- ums HERZ!

Bewegte Tage

erleben wir zur Zeit. Es kräht im Haus, manchmal auch um 4 Uhr früh. Donatello, unser Ältester, unser erstes Küken hat hohes Fieber (41,5). Einige Damen haben sich gleich solidarisch erklärt und so haben wir auf Zimmer 192 gerade alle Betten belegt. Die Medizin scheint zu wirken und sie erfreuen sich an den kulinarischen Köstlichkeiten, die ich ihnen vorbeibringe. Ich hoffe sie sind alle bald wieder kerngesund und machen es wie der Rest der Schar, die sich an der Sonne und dem frischen Gras erfreut.

Resi ist immer noch so blass und rastet sehr viel.

Unser tapferer Donatello.

Wann ist der Winter endlich vorbei?

Diese Rohne hat den Winter überdauert – ich lerne dazu, was so alles möglich ist!!

Und der Schnittlauch am Idagrabl kann es kaum erwarten.

Die verbliebene Schar im Stall hat uns heute mit 12 Eiern überrascht und eines hat Erna auf Zimmer 192 gelegt. Nach wie vor, freue ich mich über jedes einzelne Ei. Sie sind für mich Wunder, Leben und Geschenk.