Archiv des Jahres: 2015

Rodelpartie

Vor unserer Haustüre, oberhalb des Urisees, kann man bei entsprechender Schneelage herrliches Rodelvergnügen erleben.
Es war ein gebührender Abschluss der Weihnachtsferien und wer das Glück hat, das auch noch mit zwei Traumwesen namens Emma und Vega zu tun, weiß was Lebensfreude heißt.

Die Brugg

heißt leider highline 179. Ein Tiroler Wort oder ein dåiger Name würde mir besser gefallen. Wir haben sie mit unseren Wiener Freunden am 31.12. 2014 beschritten.
406m lang ( das ist fast ein halber Kilometer!!!), 1,2m breit in luftigen 114m Höhe!!!!. 70 Tonnen Eigengewicht.
Am Hinweg war da noch Eingewöhnung an die Höhe und das Durchsichtgitter.
Aber den Rückweg sind wir sehr bewußt als “Ende des Wahnsinns” der letzten 6 Jahre gegangen. Ein achaisches Gefühl. WIR HABEN ES ER- UND ÜBERLEBT. We are in heaven- um bei Bryan Adams zu bleiben.

Carol Stone

Und solche Geschichten MAG ich einfach. Sie tun gut.

Teresa und Hilde

Zwei Frauen, die mich seit vielen Jahren mit ihren Lebenserfahrungen und ihren Worten begleiten. Beide Texte habe ich schon ein paar Jahre nicht mehr gelesen.
Aber immer, wenn mich die Unkultiviertheit im Umgang mit Fehlern und Wissen nervt- und das passiert mir in meinem Beruf nicht selten- hole ich mir die Weisheit dieser beiden Frauen aus meiner Erinnerung.
Das Gebet der Teresa ist mir einer meiner liebsten. Es bringt mich immer zum Schmunzeln.
Die Bitte von Hilde Domin, deren Worte aus einem anderen Text auch in unserem Eheversprechen sind, berühren mich noch immer bis auf die Herzhaut.

Und manchmal

ähnelt das Leben den Krippenfiguren. Oder Krippenfiguren werden lebendig.

Lisl im Stallele ähnelt der Henne im Korb- oder vielleicht ist sie die Henne im Korb.

Auf alle Fälle war sie in der Weihnacht dabei.

Am Ende dieser Ferien

bleibt das Gefühl, so lange Weihnachtsferien hatten wir noch nie.

Menschen, sehr herzliche und interessante Menschen waren zu Gast und auf Besuch. Wir hatten Wärme, Unmengen an Schnee, strahlenden Sonnenschein, tiefsinnige Gespräche, viel zu lachen, köstliches Essen und erfrischende Begegnungen.

Derart gestärkt werden wir die anstehenden Arbeiten mit viel Freude angehen.

Was bleibt ist viel Herzenswärme, Licht und wohltuende Worte.

Ich fühle mich beglückt und beschenkt derartige Lebensmenschen als Wegbegleiter zu haben.

Geschichten und Begegnungen

Wenn ich mich recht erinnere geht bei den Aborigines die jeweilige Tätigkeit mit einer Namensänderung einher. Bei Hermann ist auch so. Neulich wurde er vom Wirt im Morent mit “das ist der Mann aus der Klockerei” vorgestellt. Noch treffender hat es die tanzende, wirbelnde Prinzessin (7 Jahre) benannt:

DER MANN, DER AM HERD WOHNT.
Herz, was willst du mehr.

Reich beschenkt

haben uns unsere Lebensmenschen, die uns in den Ferien mit ihrem Besuch erfreuten, zurückgelassen.
Zum einen gab es einige kulinarische Versuchungen und Verführungen in Geschmackswelten. Ich sage nur XOCOLAT!!!!!!!!!
Wer die Möglichkeit hat bei DENN´S ein Sauerkrautbrot zu erstehen, sollten sich das gönnen. Herrlich gschmackig- leider schon fertig!

Und neben zahlreichen praktischen Begleitern haben wir ein wunderschönes Keramikteil für die Atmosphäre erhalten. Vielen lieben Dank euch allen. Jetzt seid ihr noch verankerter in unserem Alltag.

Hermanns wall

Damit die Hennen im ausgeschaufelten Bereich bleiben und nicht sofort auf die Terrasse laufen, um dann dort zu verharren, hat Hermann eine Schneebarriere errichtet. Vega kann es nicht fassen, wieso wird ihr jetzt das Hennenfutter verwehrt. Das neue Jahr fängt ja gut an!!!

Eisblumen sind vom Aussterben bedroht.

Wir haben noch welche- zumindest an den Stallfenstern. HERRLICH!!

freigschaufelt isch

Was für die Hennen gleichbedeutend mit AUSGSCHTECKT ISCH ist. Frisches, grünes und knackiges Gras und Sonne pur. Herrlich nach ein paar Tagen Dauerschneefall und Stallaufenthalt.

Ein selten feiner Abend

war der Silvesterabend 2014. Ein gutes Jahr ist in tragender Freundschaft bendet worden.

Selbergmåcht: das Gasthaus Morent

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Jetzt endlich haben wir’s geschafft: wir waren im Gasthaus Morent, mit unseren Wiener und Reuttener Freunden. Damit haben wir das Lokal schon zu einem Drittel gefüllt: es hat eigentlich nur vier Tische, einer war mit Hausgästen besetzt, ein Zweier blieb leer – damit war nur ein zweiter großer Tisch übrig, der bald besetzt war.

Wirt Ralf Morent mit seiner Frau, der Köchin, Timi (mit einem Gehilfen) sind die Gastgeber für diese kleine Zahl an Gästen – als ob es eine familiäre Einladung wäre: der größte Wert wird darauf gelegt, dass man’s fein und gemütlich hat, und dass das Essen ein Genuss wird: die Werte, die man hoch hält, sind Programm: “wenn etwas Eigenes, dann nur in Richtung slow food”. Das hatten wir in einer Besprechung gelesen und es war klar: da wollen wir hin. Das wissen inzwischen viele, zuletzt wurde das Lokal mit einer Haube geehrt.

Die extremen Schneeverhältnisse machten die Fahrt nach Zöblen zu einer magischen Reise, das Ziel passte dann perfekt dazu: ein liebevoll restauriertes altes Gebäude, eine feine Atmosphäre drinnen.

Bereits die Auswahl ist besonders: es gibt nur Menüs – allerdings einige zur Auswahl. Die Tatsache, dass es ein komplettes vegetarisches Menü gibt, das diesen Namen auch verdient, ist erwähnenswert – wo gibt’s das sonst noch? Die anderen Richtungen mit Fleisch (selbstgeschossener Hirsch und ganz besonderes Schwein) und Fisch (natürlich aus den nähesten Gewässern) sind genauso reizvoll – da wir viele waren, konnten wir uns für alle entscheiden und ein bisschen herumkosten (und flogen nicht aus dem Lokal ;-).

Wie war’s? Die Suppen (Pilz-Kräuter aus eigengesuchten Pilzen und Kürbis) waren feine Aufwärmer, der Salat (als Viertel-Herz) könnte vielleicht noch ein bisschen gschmackiger mariniert werden (aber mit sehr gutem Brot), die Hauptspeisen sehr gut (Kartoffelpraline und Bergschwein) bis herausragend (Steinpilze und Pfifferlinge mit feinen (selbergmachten) Nüdeli aus dem vegetarischen) bis zum Niederknien (das Hirschkalb).

Eine Weinbegleitung war gut empfohlen, bei den Nachspeisen war das Williams-Eis und der Zwetschkenröster herausragend. Wasser und Säfte waren nach jedem Geschmack verfügbar.

Am Ende des Abends waren alle glücklich und zufrieden. Also: wenn wir selbst ein Gasthaus hätten – so sollte es sein. DAS Qualitätsmerkmal: alles selbergmåcht.

Die Vorbereitungen

für den Jahreswechsel sind inzwischen zu Ritualen geworden, die ich lieb gewonnen habe. Sie sind schon Teil von dem, was bei uns so Brauch ist.
Heuer mussten wir die Fackeln in Eierkartons stecken, sonst wären sie im Schnee versunken.

Während sich die Kohle für die zweite wichtige Räucherung erhitzt, räume ich den Kamin von den vielen Karten, Fotos, Maschen, Schleifen…ab. Ein Teil kommt in die Masche der wichtigen Erinnerungen, der andere Teil wird ins Feuer der Verwandlung geworfen.

Wenn der Kamin dann leer geräumt ist, freut sich das neue Jahr, dass es so viel Platz zur Verfügung hat.

Naja und zu einem gemütlichen Abend gehört auch ein feines Essen, das im Rohr vor sich hin schmort.