laut und leise

laut und leise

Es lärmt, schallt, gellt,geifert.
Worte überschlagen sich
und erschlagen sich dabei.

Es brüllt, schreit, schrämt, kreischt.
Belästigung für das Gehör.
Müll und Schmutz.

Es tut so wichtig, das Laute.

Erinnerung an die Stille und das Schweigen.
Schweige und höre, neige deines Herzens Ohr, suche den Frieden. Oft gesungen und gesummt.

Leise waren die Wegweiser deiner Menschwerdung.
Träume, Engel und der Stern.
Leise, ganz leise war es im Stall.

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind. Gott ist leise.
Friede ist leise.
Guter Wille ist leise.

Das Laute überhört die Menschwerdung.
Die Menschwerdung Gottes.

Linsensuppe italienisch

Wir haben vor kurzem unsere Roveja (Urlinsen) gekocht, dabei die Hälfte zurückbehalten (mit dem Kochwasser). Daraus dann eine Linsensuppe zu machen war der Plan und heute wurde er in die Tat umgesetzt. Angelehnt an ein (von mir vereinfachtes und erweitertes – siehe unten) Rezept von der Marcella recht einfach in der Idee und trotzdem ganz überraschend eigenständig: herzlichst herzhaft und gschmackig!

Linsensuppe: In einer Butter-Olivenöl-Mischung eine feingeschnittene Zwiebel und etwas Pancetta (Bauchspeck) anrösten, bis die Zwiebeln braun sind. Dann mit einer Dose Tomaten mit dem Saft aufgießen und einen Liter Gemüsebrühe dazu. Die Linsen im Kochwasser ebenfalls dazu und auf kleiner Flamme kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Falls man normale Linsen verwendet, wären festkochende (runde) von Vorteil – wie man im Bild sieht sind sie bis zum Schluss als ganze Stücke erhalten. Bei den von uns verwendeten Urlinsen geht das von alleine, die zerfallen erst sehr spät und wurden außerdem in Salzwasser gekocht.
Die Krönung war aber dann der Einfall, die gesammelten Parmesanrindenstücke Mittwochen zu lassen (eines sieht man im Bild oben): der Geschmack durchzieht die ganze Suppe, die Stücke selbst sind so weich geworden, dass man sie fein essen konnte.
Unbedingte Empfehlung – mit ein paar Stücken Brot (und Wein oder Bier) ein Festessen!

Liebevolle Zeichen

finden den Weg in unser Haus. Wie seit über 25 Jahren ist das weihnachtliche Treffen mit der Bibelrunde immer sehr stimmungsvoll und herzlich. Die Kunstwerke mit denen ich dann heimkomme sind meist die ersten Boten der Weihnacht.
Und wenn dann auch noch die erste Weihnachtspost kommt, dann ist es an der Zeit, die Tage zu zählen: Wie oft muss ich noch schlafen bis das Christkund kommt?

Der Sprossenkohl

hat heuer eine eigene Geschichte geschrieben. Von den Hennen zum Nachtisch vernascht, wächst er immer noch weiter. Inzwischen ist er höher als sie springen können und so macht es gerade den Anschein, dass wir an Weihnachten doch noch das eine oder andere Röschen verzehren können.

Restlverwertung

Da wir weiterhin vorhaben mit unserm Oldtimer auf Reisen zu gehen, haben wir uns neue Reifen gekauft. Diese alten Autoreifen haben uns zu wunderbaren Menschen und an herrliche Orte gebracht. Die kann man nicht einfach entsorgen. Einige Überlegungen haben wir angestellt, vom Hocker bis hin zum Tisch. Nach einer Weile war mir dann klar, nein, die passen nirgends so wirklich dazu. Also raus in den Garten, ein weiters Hochbeet ist möglich. Über den Winter habe ich die entkolbten Tirggestengel hineingetan. Schade, dass ich nicht mehr die Zeit hatte, Stroh daraus zu machen.

Die Sterndllaterne haben wir gestern beim PRO MENTE Stand am Weihnachtsmarkt erstanden. Eine alte Blechdose bringt uns den Sternenhimmel ins Haus.

Lisl braucht Medizin

Ihre Beine verhalten sich so, als ob sie recht schmerzen. Zwei Schritte gehen, hinsetzen, rasten, wieder zwei Schritte gehen.
Jeden Tag bekommt sie jetzt ein Mittel zur Schmerzlinderung und in der Mittagszeit setze ich sie immer ins Hochbeet zum Wärme tanken und Würmer picken.

Gute Besserung, Mädl!

Zweiter Adventsonntag

Es dauert manchmal sei Zeit und so ist es Advent geworden bis ich das letzte Saatgut eingesackelt und verstaut habe. Jetzt kann es rasten und ruhen und nachreifen bis es an einem Maitag wieder in die Erde kommt.

Jeden Tag sehen sich meine Augen, die unter der Eintönigkeit des Schnees sehr leiden, satt an all den Blüten, die es Anfang Dezember immer noch gibt. Geheime und innige Wünsche werden für mich heuer wahr. Grünes Gras und Blüten um diese Zeit!!!! Ich bin einfach ein Sommerkind, schätze den Winter sehr, aber mit 4-6 Wochen hätte ich genug!

OJE

Ich sehe es schon an ihrem Blick. Jetzt braucht sie es wieder, uns und unsere Hintern, wie es Hermann immer sehr treffend benennt.

Ja, wir wissen es, wir riechen sooooooo gut. Unser Duft erinnert sie an die frischgeschlüpften Zweibeiner, sagt sie. Und dann steckt sie immer ihre Nase in unsere Gefieder.

Ja ja, manchmal mögen wir das auch. Aber die hört dann oft gar nicht mehr auf mit zupfen und putzen und überhaupt, was die dann immer alles findet.

Naja, schön sind wir nachher schon immer…

Auf alle Fälle haben wir uns ausgemacht, dass wir ein Radl einrichten. Fünf aus unserer Schar stellen sich in ihre Nähe und tun so als ob sie nicht schnell genug davonrennen könnten.
Dann sind alle zufrieden. Wir werden daran erinnert, wie schön wir sind ( gut für den Selbstwert) und sie braucht dafür keine Therapie.

Naja und ER?

Er kennt sie lange genug und freut sich über eine zufriedene Gemahlin.

Der Alltag

Wenn der Alltag wieder seine Beachtung findet, dann ist das meist ein Kennzeichen von Ruhe und Zeit. Ihn gilt es zu bestehen und zu meistern und das ist nicht immer ganz einfach.
Dieser Alltag beginnt zur Zeit mit der Ruhe beim Morgenspaziergang mit unseren Hunden.
Wenn wir noch recht verschlafen die Leinen in die Hand nehmen, dann wird gewedelt und gejapst. Jetzt gehört der Weg wieder ganz Ihnen. Und ihre Zufriedenheit ist den ganzen Tag über zu spüren.

Am Ende des Alltags, wenn wir uns gemeinsam an den Tisch sitzen wollen, kann es passieren, dass wir keinen Platz mehr finden. Unsere Kater haben es sich nämlich schon gemütlich gemacht. Bagheera, der Meister der Hingabe, braucht jetzt schon zwei Sessel, um sich entsprechend auszustrecken. Ich kenne keinen Kater, der sich so hinschmeißt, wie er.

Und so alltäglich dieser Anblick ist, ist er für mich immer mit Freude, Stolz und Respekt uund Achtung verbunden.

Heilig sind sie, diese Goggelen. Jedes ist anders, keines ist gleich.

Und aus allen könnte auch ein Küken schlüpfen.

Schreiben gegen die Eiszeit der Herzen

Vielleicht liegt es daran, dass ich eine Dezembergeborene bin, dass mir der Advent immer die speziellste Zeit im Jahr war. Vielleicht an meiner Auseinandersetzung mit meinem Gott. Diese Zeit ist mir heilig. Wie an ihrem Ende auch diese Heilige Nacht. Heilig und Heilend ist sie mir!
Diese Aussage, dass mitten in die dunkelsten Nächte des Jahres das Licht geboren wird, war mir immer Trost und Halt, Anker und Schutz. Und dieses Licht wird MENSCH.
Menschwerdung Gottes.
Heuer ist mir all dieses Empfinden so nah und innig wie schon Jahre nicht mehr.
Im Dasitzen und sinnieren, mitten in die Stille dieser Abende hinein, war dann der Wunsch, dass doch auch in meine und unsere Dunkelheiten des Lebens- in unsere dunkelsten Nächte hinein- Menschwerdung passieren möge.
Ich kenne diesen meinen Gott lange genug, als dass ich weiß, er will es hören. Hören und lesen. Sonst weiß er ja nicht, wo und was und wie.
Ja, stur kann er manchmal sein und nicht eher lassen, bis der Mensch die Schritte getan hat. Erst dann ERHÖRT ER!
Meinem Seelenfrieden zuliebe, ja ihr schulde ich das schon eine ganze Weile, werde ich an dieser Stelle unseres Hausbuches, die DUNKELHEITEN benennen. All die Dunkelheiten, die uns über all die Jahre erschaudern ließen. Manchmal waren wir nahe dran, den Glauben an die Menschheit zu verlieren. Aber die Trotzmacht des Geistes hat standgehalten.

Irdische und himmlische Begleiter

Vor sechs Jahren, es war das erste Weihnachten im neuen Haus, haben wir die Reste von unserem Zirbenboden in kleine Stücke gesägt und mit einem Begleittext verschenkt. Für uns gab es eine von Wind und Wetter gebeutelte Zirbe in Baumform. Seither gibt es in jedem Advent eine neue Baumvariante dazu. Aus Stoff, aus Schafwolle….

Heuer haben wir einen Rindenbaum erstanden.

Von unseren Freunden haben wir diese herrlichen Holzscheit- und Zaunpfahlengel bekommen.

Heuer kam Frau Musik und Madame Waldfee dazu.

Sie alle zieren jetzt unsere Stiege und sind dabei morgendliche und abendliche Begleiter durch den Advent.

Aja, und aus den Jeanssäckchen unseres Adventskalenders schimmern 24 Besteckteile.

Für den Festschmaus am Christtag.

Adventskalender

Irgendwo im Schupfele war noch dieser Rahmen, den wir einmal für ein Gehege gebraucht haben. Er gibt dem Petraadventskalender den nötigen Halt. Umrahmt wird das alles von den vorwitzigen Engelen, die wir gestern beim Weihnachtsmarkt in Breitenwang erstanden haben.

Womit er gefüllt wird, wird erst morgen verraten….

Roveja – Wilderbse oder Urlinse

Als wir letztes Jahr in Orvieto waren hat Angelika bei den Standln von Slow-Food-Anbietern diese linsenähnlichen Kugerln – Roveja – mitgenommen – und uns seit damals darauf gefreut, sie zu essen.

Die Zuordnung, ob nun Erbsen oder Linsen, ist angeblich noch nicht geklärt, klar aber ist, dass es sich um eine antike Sorte handelt, die schon lange (fast) nicht mehr angebaut wird. Diese Sorte wurde von Slow Food als “presidio” (Posten) aufgenommen – im Bemühen um Biodiversität werden hier vom Aussterben bedrohte wertvolle Arten gelistet und kultiviert. Dort wird auch betont, dass sich diese Sorte besonders für Suppen eignet.

Da auf dem Sackerl ein Rezept angehängt war, das recht puristisch klang, haben wir aber das heute probiert:

1/4kg Roveja 12 Stunden einweichen, dann in Salzwasser (!) 50-60 min. kochen. In (reichlich) Olivenöl Knoblauch anschwitzen, 1 Peperoncino dazu und zwei Sardellen(filets oder wohl auch: Anchovis) mitziehen lassen, dann mit den Erbsen gut durchmischen und durchziehen lassen. Mit Rotwein und Weißbrot servieren.

Es gibt noch andere, und das hat uns auch gleich angeregt, beim Essen Brotstücke dazuzugeben: perfekt!

PS: Auf einem Bild sind deutlich Tiroler Ersatz-Anchovis zu erkennen…

Der Advent ist da

In den vorangegangen Jahren habe ich in dieser speziellen Zeit immer die gesamte Wohnungsdekoration ausgetauscht. Heuer sind aber die Erinnerungen an all das Erlebte noch so lebendig, dass alle Sommer- und Urlaubserinnerungen noch stehen bleiben. Somit habe ich eine ganze Weile hin und her überlegt wie ich das mit dem Adventskalender, dem Adventsgesteck und ein paar speziellen Nettigkeiten gestalten könnte.
Nach einer ausgiebigen Sammelrunde im Depot und im Garten schaut so das heurige Ergebnis aus.

Das ist jetzt die Frage

Wieso kleben an der Zwicklflasche Anweisungen für mich????
Da liest sie es mit Garantie?
Da findet sie es niemals?
Kein anderer Platz war frei?
Weil wir eine Schnitzeljagd spielen?
Jå, wås jetzt???