Kaffee und der erste Llogger

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Wie versprochen hier der erste Erfahrungsbericht:

1. Das Mahlen des Kaffees für unsere Maschine (Alessi für 6 Espressotassen) dauert durchaus ein, zwei Minuten. Allerdings ist diese Zeit (so ähnlich wie beim Abschmecken beim Kochen) eine Zeit in der man sich inmitten von herrlichen Düften befindet und eigentlich hofft, dass es noch ein bisschen länger dauert.
2. Der Kaffee selbst drängt wesentlich langsamer durch das Sieb, fast gemütlich gleitet er nach oben. Dabei dauernd wohligste Gerüche.
3. Das Aroma beim Trinken ist dann in zweierlei Hinsicht außergewöhnlich: es ist Säure dabei, aber keine, die im Abgang ungut wäre, dort ist er immer noch weich und rund. Die Intensität aller Gerüche und Geschmäcker ist überwältigend. Konzentrat.

Also: wir haben eine Riesengaudi mit unserem Angricht und dem neuen Kaffee-Erlebnis.

Aus anderer Richtung kommt eine Anregung, die an ein Gespräch mit Mazi im Sommer erinnert: warum nur, sollte man überhaupt solche Blog-Einträge schreiben? Darauf gab’s und gibt’s viele (und verschiedene Antworten), aber eine hab ich heute bei Goethe gefunden, der über seine Art, mit seinem Erlebten umzugehen (nämlich Gedichte zu schreiben) selbst sagt:

Und so begann diejenige Richtung, von der ich mein ganzes Leben über nicht abweichen konnte, nämlich dasjenige was mich erfreute oder quälte, oder sonst beschäftigte, in ein Bild, ein Gedicht zu verwandeln und darüber mit mir selbst abzuschließen, um sowohl meine Begriffe von den äußeren Dingen zu berichtigen, als mich im Innern deshalb zu beruhigen.

In diesem Sinn war er einer der ersten Literatur-Logbuch-Schreiber, also ein Llogger.

Ein Gedanke zu „Kaffee und der erste Llogger

  1. HerlindeHerlinde

    na dann viel freude mit enkerm nuien angricht…genießts die schluckern und die düfte.
    der goethe hätt a mehrer punkte setzen können, dann hätt i seine zeilen nit so oft lesen müssen…und i verstehs no immer nit wirklich ;-(…muss man nicht!

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