Motto für den Sommer 2017

Einfach auf CD oder auf YOUTUBE anhören.
Balsam von zwei meiner Lebensbegleiter: Konstantin Wecker und Pippo Pollina.
Da schmilzt die Wörternärrin – auch ob der Stimme, der Melodie, den Instrumenten und der Musiker.

Einfach wieder schlendern,
über Wolken gehn
und im totgesagten Park
am Flussufer stehn.

Mit den Wiesen schnuppern,
mit den Winden drehn,
nirgendwohin denken,
in die Himmel sehn.

Und die Stille senkt sich
leis’ in dein Gemüt.
Und das Leben lenkt sich
wie von selbst und blüht.

Und die Bäume nicken
dir vertraulich zu.
Und in ihren Blicken
find’st du deine Ruh.

Und die Stille senkt sich
Leis’ in dein Gemüt.
Und das Leben lenkt sich
wie von selbst und blüht.

Und die Bäume nicken
dir vertraulich zu.
Und in ihren Blicken
find’st du deine Ruh.

Muss man sich denn stets verrenken,
einzig um sich abzulenken,
statt sich einem Sommerregen
voller Inbrunst hinzugeben?

Lieber mit den Wolken jagen,
statt sich mit der Zeit zu plagen.
Glück ist flüchtig, kaum zu fassen.
Es tut gut, sich sein zu lassen.

Einfach wieder schlendern
ohne höh’ren Drang.
Absichtslos verweilen
in der Stille Klang.

Einfach wieder schweben,
wieder staunen und
schwerelos versinken
in den Weltengrund.

Glück ist flüchtig, kaum zu fassen.
Es tut gut, sich sein zu lassen.

Einfach wieder schlendern,
über Wolken gehn
und im totgesagten Park
am Flussufer stehn.

Mit den Wiesen schnuppern,
mit den Winden drehn,
nirgendwohin denken,
in die Himmel sehn.

Herzerfrischend

war der Besuch der “Freisinger” am letzten Wochenende. Ein Tragerl Bierhandwerk haben sie uns mitgebracht und allein die Etiketten erzählen Geschichten oder deuten auf den Inhalt der Flaschen hin.

Ja und hier ist die Fantasie der Leser gefragt: Was haben sie da gemacht? Darüber wird Hermann noch einen Beitrag schreiben. Viel Spaß beim Rätseln.

Wir haben KEINEN Platz zum Legen

Es ist jeden Tag dasselbe Gegacker, wenn das richtige Legenest von einer anderen Henne besetzt ist. Eines der Legenester ist zur Zeit von Gretl belegt. Sie mag auch im hohen Alter noch brüten. Alle anderen waren frei. Trotzdem hatte es den Anschein, dass der Korb die einzig wahre Möglichkeit war, an diesem Tag das Ei zu legen.

Sou pflatschete Erdäpfel ham miar it

Der Satz ist einem sehr alten Witz über Hennen entliehen. Ich bin gerade dabei, die Frühkartoffeln des letzten Jahres von ihren Trieben zu befreien. Dabei bleiben pflatschete Erdäpfel über.

Dirndl 2017

Die Schlehensträucher sind die einzigen, denen der Frost wirklich geschadet hat. Keine einzige Beere ist an ihnen zu finden. Umso mehr freut mich, dass die Dirndln knåttelvoll mit Früchten sind.

Amerikanischer Brauner

heißt eine der Salatsorten, die ich heuer das erste Mal ausgesät habe. Alle vier Sorten gedeihen prächtig und haben einen zarten Geschmack.

Was heut noch nicht glauben kannst, wird morgen schon der Fall sein

aus “Es Lem” von Ernst Molden kommt mir immer wieder in den Sinn, auch beim Leben in unserem Garten. Der Nussbaum, der jedes Jahr einige große kräftige Blätter treibt und ein paar Zentimeter wächst, hatte heuer schon ein ganzes Bündel dieser Blätter an der Spitze kurz vor dem Auseinanderfallen. Den Frost hat keines dieser Blätter überlebt und so stand einige Zeit nur dieses Stangerl da, bis irgendwann, wir hatten nicht mehr gehofft, doch kleine Knospen sichtbar wurden.

Und jetzt ist der Baum ein kleiner prächtiger Baum mit vielen Blättern und zukünftigen Ästen!

Nachtrag, knapp einen Monat später: jetzt musste ich den Schutzzaun, den ich eine Woche später statt des Drahtgitters gemacht hatte, noch einmal vergrößern, so gewachsen ist der Nussbaum! Als Orientierung können vielleicht die Steine dienen.

Sommersonnenwende 2017

Enteneier

hat Hermann neulich geschenkt bekommen. Vom Spezialisten für eh alles, was Räder hat. Um in den tags keine Verwechslung mit meinem Bruder aufkommen zu lassen, heißt dieser Wolfgang – Volvowolfgang – damit die Spezialität klar ist. Wir werden uns einen speziellen Anlass überlegen, um diese Eier entsprechend zu verkosten. Danke!

Saatgut aus der Klockerei

Im letzten Herbst habe ich das “alte” Saatgut ausgestreut und es hat so den Anschein, dass den Hennen doch einige Körner entgangen sind. Heuer habe ich die Mohnblüte von der ich immer geträumt habe, oder die ich mir anschauen fahren wollte: an allen Ecken und Enden und in vielen Kräutertöpfen ist dieses feenhafte Gewächs aufgegangen und erfreut mich gerade jeden Tag mit einer anderen Farbe oder einer anderen Form.

Gebratener Polenta mit Graukäsesoße

Zu dem, was wir am liebsten von unseren Almbauern holen, gehört auch der Graukäse: unverwechselbar und herzhaft. Am besten holt man ein großes Stück und kann dann aussuchen, ob man lieber den frischeren Teil (weiße Brösel) oder den reiferen, das Gelbe vom Graukäse, verwendet. Für das folgende Rezept eignet sich auch der frischere, dann wird’s nicht so intensiv und auch für empfindlichere geeignet — eine Soße, die wir hier zu gebratenem Polenta gegessen haben, die aber auch etwa zu herzhaften Spätzle passt.

Eine halbe Zwiebel in 3 dag Butter anschwitzen, mit 2 EL Mehl stauben und mit 2 Bechern (500 ml) Rahm aufgießen. Aufkochen und eindicken lassen und dann den Graukäse (etwa 10dag) einrühren und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu natürlich einen Salat. Und Rotwein.

Der Zaun ist fertig!

Jetzt ist er fertig, der Zaun. Dabei mussten auch die Stiele der Werkzeuge erneuert werden — mit dem Lagerhaus-Mitarbeiter Franz, der mich da ganz fein beraten hat, teile ich die Freude, altgediente Werkzeuge wieder instandzusetzen anstatt einfach was neues zu kaufen.

Gerade in der Morgensonne sind die Farben intensiv, das alte graue Holz hat einen silbernen Glanz. Ich bin mit dem Ergebnis (und mir) sehr zufrieden!

Leichte Röstkartoffeln mit Radieschen, Orangen und Parmesan und was es halt an Kräutern so gibt

Unsere Erdäpfel spüren auch im Lagerraum (wir haben da immer drei, vier Kisten voll) den Frühsommer und wollen eigentlich austreiben — also sollten sie aufgebraucht werden und so gibt’s im Moment immer wieder Gerichte.

Das einfachste, der Klassiker, Röstkartoffeln ist natürlich immer wieder auf dem Plan, aber an einem heißen Sommerabend passt das dann nicht wirklich, und so hat Angelika bei meinem letzten Anflug eine leichtere Variante vorgeschlagen, die so fein geschmeckt hat, dass sie hier bei den Rezepten gelandet ist.

Also: die Erdäpfel roh oder gekocht feinblättrig schneiden und in Olivenöl-Butter-Mischung knusprig anbraten. Auf einem großen Teller anrichten, mit blättrig geschnittenen Radieschen, Rucola, Kapuzinerkresse usw. bestreuen, gehobelten Parmesan drauf, Orangenstücke und ein paar gewürfelte Tomatenstücke (ohne Kerne) und mit Olivenöl marinieren.

PS: den Löffel Remouladensoße hat’s nur wegen mir dazugegeben, ich hab das einfach gebraucht. Schmatz!

Der Duft von Wuchteln

im Haus und die Wärme der Sonne vorm Haus. Das sind die Tage, die ich mag. Alles kann gewaschen werden und ist innerhalb weniger Stunden trocken. Während ich mir zum Kaffee einmal Dinkel- und einmal Marmeladewuchtel gönne. Hochsommer.

Wolkenbruch