Vielleicht sollte ich es mir einmal ein Jahr lang aufschreiben, unseren Zwiebelverbrauch. Geschätzt hält er sich wohl mit den Erdäpfeln die Waage und da kommen wir im Jahr auf gut 100 Kilo. Ich müßte ein Feld bestellen, um den Bedarf abzudecken. Das haben wir nicht, dennoch geht geschmacklich nichts über die eigenen Zwiebeln. Also gibt es heuer zumindest ein Hochbeet, das diesem Grundnahrungsmittel der Klockerei gehört. Eva hat sie gesetzt. Es schaut zwar nach Lineal aus, aber das kann sie mit freiem Auge. Derart liebevoll gepflanzt kann es nur eine gute Ernte werden.
Archiv des Autors: Angelika
Von der Freude
Reich beschenkt und bepackt und mit vielen guten Erinnerungen und Lebensmomenten sind wir von diesem Osterurlaub heim gekommen. Da hat schon die nächste freudige Überraschung auf uns gewartet. Ein Osterhase von Johanna aus Mattsee. An alle hat sie gedacht, für jeden war etwas dabei. Zum schönsten gehört dann diese Freude weiterzugeben. Tschippo wurde bei den Sticks wieder jung und fit, Emma und Vega haben mit Hingabe geknabbert, die Hennen könnten es kaum glauben und wir freuen uns beim Nachmittagskaffee über Kieseln und Kugeln.

Auspacken gehört zu den großen Freuden nach einer Reise. Wenn dann all die Köstlichkeiten, die immer mit Geschichten und Lebenseinstellungen verbunden sind, aus den Taschen und dem Koffer auftauchen. Jedes Teil hat seine besonderen Qualitäten und ganz in unserem Sinne- ohne Chemie, mit Sorgfalt und Bedacht hergestellt, liebevoll verpackt und mit viel Herzlichkeit übergeben. Gute Energie für kühle Tage und kühle Zeiten.

So eine Schönheit
Seit ihrer Operation hat Vega ein Leiden mit ihrem Fell. Alles mögliche haben wir versucht, aber wir wurden dem Wildwuchs nicht Herr. Immer war es ihr viel zu warm, immer war sie verfilzt. Am Wochenende habe ich mich entschieden ihr einen Kurzhaarschnitt zu verpassen. Eva und ich haben geschnappelt, gekämmt, gezupft und gebürstet. Jetzt haben wir einen NEUEN Hund. Sie fühlt sich sehr wohl und man hat so das Gefühl, dass sie sich gut gefällt. Uns auch!
Siesta
Und wenn dann wieder einmal die Sonne scheint und das Grün sich zeigt, dann gestehen sich unsere fleißigen Legerinnen und Gärtnerinnen auch ein Mittagsschlafl zu. Das ist dann wie Friede auf Erden. Da bin ich dann immer ganz dankbar ob all der liebevollen Geschöpfe, mit denen ich mein Leben teilen darf.
Von schönen und alten Künsten
Varallo ist voll von schönen, alten und stilvoll renovierten Häusern. Der Ort ist sehr stolz auf seine Geschichte und lebt das auch im Fortführen einiger alter Handwerke.
Zwei Produkte haben auch den Weg in die Klockerei gefunden. Als Urenkel einer PATSCHENMACHERIN konnte ich nicht widerstehen ein Paar SCAPIN VALSESIANO mitzunehmen. Jetzt schreitet Hermann manchmal wie Don Pasquale durchs Haus.

Puncetto heißt das zweite Handwerk, das in diesem Ort immer noch praktiziert wird. Ich habe das vorher noch nie gehört oder gesehen. Inzwischen weiß ich, dass das in einigen Ländern eine lange Tradition hat. Ich war beeindruckt als ich mir auf Anraten der älteren Dame im Geschäft diese Technik in einem Video anschaute. Nur mit einer spitzen Stopfnadel wird in den Faden Knoten für Knoten gewickelt. Auf diese Art und Weise knoten sie Vorhänge und Taufkleider, Spitzen und Borten. Ich habe mich für diese Ohrringe entschieden. Der Aufwand ist mir gerade noch vorstellbar. Die Jungen lernen es immer noch von den Alten und- so die Aussage der Dame im Geschäft- am besten gefällt ihr, wenn die Frauen aus Marokko mit den Frauen aus Varallo ihre Knotenkünste austauschen.

Diese Tafel an einem der renovierten Häuser hat mein Herz zum Lachen und zum Schmelzen gebracht. Auch so eine Darstellung habe ich noch nie gesehen.

Varallo im Valsesia
Am Ostermontag wollten wir der gegenüberliegenden Seeseite einen Besuch abstatten. Von kurvigen Passstraßen und beeindruckender Aussicht war die Rede. Die Fahrt hatte einen Hauch von AUßER UNS IST NIEMAND AUF DER WELT und den Ausblick auf den See hatten wir dann zumindest am Ufer wieder.
Davon unbeeindruckt haben wir Varallo, das für seinen historischen Stadtkern und den ältesten der Sacro Monte bekannt ist erkundet. Wenige der Geschäfte hatten geöffnet, aber eines ist mir schon bei unserem ersten Rundgang aufgefallen. Da ich weiß, wie sehr Hermann gute Salami schätzt, zögerte ich nicht lange und erstand mit Hilfe des sehr netten Verkäufers ein weiteres Gustostückerl für unsere Vorratskammer. Dass ich dabei auch Kostproben aus der Metzgerei für die wartenden Hunde und weitere Kostproben für den wartenden Gemahl vor der Türe bekam gehört bei diesem Herrn anscheinend zum Service dazu.
Gesehen haben wir ob des Wetters nicht allzu viel, dafür umso mehr gekostet und probiert.
Sacro Monte di Orta
Im Sommer habe ich schon von diesem speziellen Ort gelesen. Ein Hügel mit 20 Kapellen, in denen das Leben des Heiligen Franziskus von Assisi dargestellt wird. So war es in der Beschreibung zu lesen. Im Juli 2003 hat die UNESCO den Sacro Monte di Orta zum Weltkulturerbe erklärt.
Ein Andachtsweg führt vom belebten Ortszentrum in einigen Windungen einen Hügel hinauf, vorbei an tausenden Magnolienblüten. Immer wieder gibt der Weg den Blick auf den See und die Insel frei. Oben angelangt findet sich eine Aneinanderreihung von Kapellen, Rastplätzen und Parkanlagen. In jeder Kapelle findet sich die Darstellung einer Szene aus dem Leben des Heiligen. In lebensgroßen Terracottafiguren- manchmal über 100 Statuen in einer Kapelle. Sehr beeindruckend und überwältigend. Sehr anschaulicher Geschichtsunterricht in herrlicher Landschaft.
Orta San Giulio
Bereits im Sommer, als wir diesen See mit Adela und Margherita besuchten, wollte ich mir diesen Ort und diese Insel anschauen. Damals hat der Tagesablauf der jungen Dame zum Rasten und Ruhen eingeladen, diesmal machten wir den Wunsch wahr. Wir waren im ruhigen, fast verschlafenen Ameno untergebracht, umso erstaunter war ich, als beim traditionellen Ankommenslokal, bei einem Glas Wein in der Sonne, Menschenmassen an uns vorbei, sich in Richtung Orta bewegten. Beim Flanieren durch diesen reizenden Ort war mir schnell klar, warum derart viele Menschen ihren Ostersonntag hier verbringen. Geschichte, Tradition, Kunsthandwerk und gutes Essen gibt sich hier ein Stelldichein. Dass wir von einer Jakobusmuschel und einem Jakobuspilger begrüßt wurden hat mich wieder einmal an das GETRAGENSEIN erinnert. Ich mag Orte, denen Traditionen, Wissen, Können und Handwerk mit Stolz herzeigen.
Das Leben ist stärker als der Tod
So lautet die zentrale Botschaft des christlichen Osterfestes. Und so gilt mein erster Blogbeitrag zum Ostersonntag all dem Lebendigen, Aufblühenden und Neugeborenen, das uns in den Tagen am Ortasee begegnet ist. Kamelien- und Magnolienbäume in voller Blüte, eine Araukanie, die mich bei jedem Blick aus dem Fenster ins Staunen versetzt hat, das Krähen der Hähne, das Getratsche der Schaf- und Ziegenherde waren unsere österlichen Begleiter.
L’oca mannara
Heißt die Unterkunft, die Hermann diesmal für uns ausgesucht hat. Wie so oft haben wir auch diesmal großes Glück. Sehr herzlich werden wir von Donata empfangen und bewirtet. Es ist ihr anzumerken, dass sie Menschen und Tiere und ihre Arbeit mag. Unkompliziert und selbstverständlich ist die Atmosphäre, die sie in ihrem Anwesen vermittelt. Apicoltura ist auf den Karten und Schildern zu lesen. Der Bienenkultur hat sie sich verschrieben und man begegnet dieser Kultur an allen Ecken und Enden. Das alte Haus ist liebevoll renoviert und mit vielen Geschichten eingerichtet. Ein feiner Platz für unsere Mädels und uns.
Frohe und lebendige Ostern
Eierkarton
Vor zwei Jahren haben wir uns Eierkarton in der Farbe grau zugelegt. Wir haben verschenkt und verschenkt und jetzt waren nur noch wenige Stück davon da. Nach all der Räumerei und Verwertung so vieler Kostbarkeiten ein guter Grund uns neue zuzulegen. Diesmal in blau. Da kommen die herrlichen Eier unserer Mädels so richtig zur Geltung.
Schokofudge mit Orangen aus der Klockerei
Als Höhepunkt der Restlverwertung( Schokoladereste, Ribisel- Stachelbeerkompott) hat Eva die Schokofudge gebacken. Da im Gefrierschrank doch keine Kirschen mehr zu finden waren- nur Mangoldfülle für Krapfen in Hülle und Fülle- hat sich Eva für das Ribisel/ Stachelbeerkompott entschieden. Als Krönung hat sie dann zwei Orangen von unserem Bäumchen verwendet. Das Ergebnis: SEHR GUT!!
Germgebäck und Schokoladekuchen
Eva hat die ersten Tage der Osterferien bei uns verbracht und sich AUSGIEBIG an der Reslverwertung- diesmal im süßen Bereich- beteiligt. Nussschnecken mit Vollkornmehl, Osttiroler Nüssen und Dörrobst des letzten Jahres. Immer wieder bin ich erstaunt, wie ergiebig Dörrfrüchte und Onkel Anders Walnüsse sind. Wir können noch ein paar Kochereien damit gestalten. Es sind so schöne Nüsse – jede Kaliforniafrucht erblasst dagegen.

Kartoffelbrot vom FEINSTEN.

Diese Waben bergen einen sehr speziellen Honig in sich. Immer noch stärke ich mein Immunsystem mit dem Erzeugnis der Lechtaler Bienen vom Kusses Karl.

Schokoreste verschiedenster Sorten haben den Weg in diesen Kuchen im Glas genommen. Den gibt es auf Grund der Mischung nur einmal. Herrlicher Geschmack.Ein Glas davon erreicht gerade Orvieto und wird die Kinder zu animali werden lassen- so nennt das Ines immer, wenn sie über Lebensmittel herfallen.

Palmzweige und Karwoche
An allen Ecken und Enden deutet alles schon auf das bevorstehende Osterfest hin. Wir haben uns wieder Palmbuschen der Nepalhilfe gekauft. Mögen sie uns ähnlich gute Begleiter sein, wie die des letzten Jahres. In diesem Zusammenhang hat Hermann auch den Vorplatz frühlingshaft gestaltet. Das Leben beginnt aufs Neue.

