Archiv des Autors: Angelika

Noch einmal die Scheibengurke

Sie ist für mich ein Wunderwerk. In jeder Größe findet sie eine andere Verwendung. Das ist zur Zeit mein tägliches Frühstücksbrot. Gute Energie!!

Eine hab ich noch

Ja, noch eine Geschichte.

Karla hat vor ein paar Tagen mit dem Legen begonnen. Bei vielen Hennen ist das ein aufregender Prozeß. Manchmal habe ich das Gefühl, sie wissen gar nicht, was ihnen da geschieht.
Ihre ersten beiden Eier hat Hermann hinter den großen Selleriebuschen im Hochbeet gefunden.
Da sie die 8!!!!! Legenster, die wir im Stall haben, anscheinend nicht interessieren, oder ihr nicht gefallen, habe ich für sie ein neues gebaut. Hinter einer Obststeige mit ganz viel Platz. Sie ist ja eine unseren ganz großen Hennen. Gestern hat sie ihr Ei auch brav da hineingelegt.

Aber heute war, auch das passiert immer wieder, das Nest besetzt. Jetzt müssen natürlich alle anderen auch in dieses Nest legen. Mit lautem Geschimpfe hat sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz gemacht. Doch zuerst mußte noch der Kater vom Sofa vertrieben werden, erst dann hat sie untersucht, ob dieser Platz wohl passend wäre. Nach kurzer Zeit hörten wir es unter der Couch im Katzenkorb scharren. Hermann hat dann eine seiner sonntäglichen Klaviereinheiten gespielt.
Bei einem derartigen Service- mit Musik begleitet- bin ich mir nicht sicher, ob Karla ihre Eier noch in den Stall oder nur mehr ins Wohnzimmer legen will.

Die Traudl

Wir erleben immer wieder Geschichten, die ganz besonders und sehr speziell sind. Manchmal überlege ich mir, sie öffentlich zu machen. Da dieser Blog unser Haus- und Hofbuch ist, indem wir immer wieder gerne in Erinnerungen blättern, gehören solche berührenden Erzählungen dazu.

Nach dem Urlaub haben wir festgestellt, dass Traudl, unsere Engerlingspezialistin, erblindet ist.

In meiner ersten Panik und der Angst, sie zu verlieren, habe ich sie gefüttert. Nach ein paar Tagen war uns klar, sie muss selber picken und trinken können. Also habe ich die Fütterung meinerseits eingestellt. Sie schläft viel und pickt und trinkt und versucht sich neu zu orientieren. An den Sonnentagen bringe ich sie immer für eine Weile nach draußen. Wegen der Wärme, dem Erdbad und dem Vitamin D.
Obwohl ihr die Sonne viel zu hell ist ( wir glauben, dass ein Auge noch ein wenig wahrnimmt), pickt sie immer ein paar Grashalme und lässt sich das Gefieder erwärmen. Sie ist eine der ganz MUTIGEN Hennen. Sie hat es ja auch immer mit allen Hähnen aufgenommen.

Das ist jetzt ein Monat her und es macht den Anschein, dass sie noch genug Lebensmut hat!!

Für mich ist es bei jedem Besuch ein Wunder!!

Ein blindes Huhn findet weit mehr als EIN KORN!!

Von Tirrgepfleitsche und Maiskolben

Beim Schälen der Kolben hat Hermann mir erzählt, dass sein erster Hund diese kleinen, noch unreifen Stücke sehr gern geknabbert hat. Also habe ich mich diesmal nicht fürs Einlegen sondern fürs Austeilen entscheiden. Ein paar für die Hunde, ein paar für die Hühner.

Ich habe ihm erzählt, dass mit den getrockneten Blättern- den PFLEITSCHE die Säcke von den SÅCKNERN bei der Imschter Fåsnåcht gefüllt werden.

Beide haben wir uns sehr über die für uns verbliebenen Kolben gefreut. Ein Farbenspiel, je nach Reifung.

Abzüglich dem Saatgut können wir uns an den Fernsehabenden ( ja, das gibt es bei uns dann im Winter) ein paar Mal Popcorn machen. Mit Salz und Butter!!

When peeling the corncobs Hermann told me that his first dog loved very much to nibble these small, immature pieces. So this time I decided not for pickling but for giving them away. A few to the dogs, a few to the chickens. I told him that the bags of men who move people aside at the carnival in Imst (SÅCKNER) are filled with dried corn leaves (PFLEITSCHE) .Both of us were very pleased about the remaining corncobs for us. A play of colors, depending on maturation. Besides the seed we can make popcorn a few times for an evening in front of the television (yes sometimes we do that in winter). With salt and butter!!

Sonnenblumen

Rechts beim Stall, bei der Korkenzieherweide, am Grabl vom Marilyn, neben den Hochzeitsstangern gedeihen die Sonnenblumen. Wunderwerk der Natur, allein schon der Vergleich Samenkorn und Wachstum macht mich immer wieder staunen. Die vertrockneten Blättter eignen sich gut als Beigabe zu Tees ( habe ich von Sonnentor gelernt). Die Sonnenblumenkerne erfreuen die Vögel und die Hennen. Und beim Verblühen bekommen sie gerne Besuch von Schmetterlingen. Da komme ich aus dem Schauen und Staunen gar nicht mehr raus.

Handwerkskunst

Wenn Menschen, in diesen beiden Fällen waren es Frauen, ihre Ideen Gestalt werden lassen, dann strahlt das für mich immer eine ganz besondere Anziehung und Energie aus.

Zum einen haben wir bei der Töpferin in Orvieto vorbeigeschaut und zwei neue Leuchtkörper für unseren Wohnraum erstanden. Noch ein bißchen mehr Erinnerungen an den warmen Süden.Und zum anderen hat ein junges Mädchen, deren Stand wir beim Markt in Holzgau besucht haben, Schwemmholz aus dem Lech zu LAMPEN verarbeitet. Sie werfen tanzende Schatten an die Wände. Unser Haus ist um einige LICHTQUELLLEN reicher und gemütlicher geworden.

Die Bohnenernte

bringt mich zum Juchezen. Sehe ich doch schon all die gschmackigen Suppen und Eintöpfe vor mir. Die Gläser mit diesen Schätzen haben im Depot einen speziellen Platz:

NUR ANGELIKA WEIß, WO SIE STEHEN!!!!!

The bean harvest makes me feel very enthusiastic. I can see already all the tasteful soups and stews. The glasses with these treasures have a special place in the depot:

ANGELICA ONLY KNOWS WHERE THEY ARE !!!!!

Die Scheibengurke

hat nicht nur die alte Feuerstelle und den Stanger überwuchert, sie ist in der heurigen Ernte wohl eines der ganz großen Geschenke. Am Montag Nachmittag habe ich mein geliebtes Erntedreibein ( aus Buchkirchen. DANKE!!!!) hervorgeholt und mich dem Traum des Gärtnerns hingegeben. In aller Ruhe und mit allem Genuss Frucht um Frucht von der Staude zu holen. Nicht nur Alberta hat sich darüber sehr gefreut. In Gedanken bin ich alle möglichen Rezepte durchgegangen, die wir aus dieser Fülle machen können. Und soviel neues Saatgut (= meine Golddukaten!!)…. Nur schade, dass in zwei bis drei Wochen, die Staude auf dem Kompost landet, sie ist neben all dem oben Erwähnten auch der Lieblingsplatz von Cipollino. Aber bis dort liegt er vielleicht schon vor dem Kaminfeuer!

Our cucumber has overgrown not only the old hearth, in this year’s harvest it is to be one of the greatest gifts. On Monday afternoon I brought out my beloved harvest tripod  (from Buchkirchen. THANKS !!!!) and gave me the dream of gardening. To bring in all fruits of the vine in peace and enjoyment. Not only Alberta has been very happy about it. In my mind I’ve gone through all sorts of recipes that we can do with this wealth. And so much new seed (= my gold ducats !!) …. It’s just a pity that within two to three weeks, the plant itself ends up on the compost heap, it is in addition to all the above also the haunt of Cipollino. But at that time he is perhaps at the fireplace already!

Es braucht alles sei Zeit

bis es guat ångwågsen isch.

Im Herbstlicht, das die Strahlkraft der Farben so schön zum Leuchten bringt, hat es oft den Anschein, als ob die Pflanzen und Sträucher noch einmal so richtig SCHUB bekommen, bevor es für sie daran geht, sich auf die Winterruhe einzustellen.

Bauschen binden

Der Schnee hat seinen ersten Herbstgruß geschickt. Anlass genug, um an die Kaminfeuer im Winter zu denken. Früher hat man aus Latschen Bauschen gebunden. Das waren gute Anzünder, die das Brennholz zum Lodern brachten. Wir haben all den Strauchschnitt, vom Holler über die Schlehen bis zu den Himbeeren zu Bauschen gebunden. Jetzt trocknen sie vor sich hin. Im Winter werden sie den Duft von Sommer und Herbst verbreiten und dabei den notwendigen Zunder entfachen.

[Haus, Hof, Restlverwertung]

Entspannung

Es gehört zu den großen Meditationen, Saatgut zu ernten, einzusackeln oder für eine Weiterverwertung aufzubewahren. Im heutigen Sonnenschein war das reine Entspannung. Die Hennen hatten mit den (fast) leeren Kapseln große Freude. Auch sie sind heute sehr(!!!!) entspannt schlafen gegangen. Ja, ja, die wunderbare Wirkung von Mohn.

Die Schatzkammer

der Klockerei tausche ich NICHT gegen die Kronjuwelen, oder andere Schatzkammern.

Deren Kostbarkeiten kann man nicht essen und sie schmecken nach nichts. Unsere füllt sich im Moment jeden Tag. Bevor jetzt die letzte Ernte kommt, habe ich noch einmal Ordnung gemacht,dem Hermann daraufhin ein Einkaufsverbot erteilt und festgestellt, dass wir Monate, wenn nicht Jahre davon leben können.Gut, dass es immer wieder Einladungen und diverse Anlässe für Geschenke gibt.

Die leeren Gläser und Flaschen werden immer weniger, die Regale, Steigen und Papiersäcke immer voller. Die Phantasie der Koch- und Backmöglichkeiten geht mit mir durch. Und meine Heilmittelansammlung beruhigt mich derart, dass wir vielleicht schon deshalb nicht allzu oft krank geworden sind. Möge es auch in diesem Winter so sein.

ABER aufs essen und trinken und verkosten und ausprobieren freue ich mich schon sehr!

Mais

Die Nachschau, ob der Mais schon reif ist, hat nicht nur unseren Hennen große Freude bereitet.

Emma und Vega haben sehr deutlich gezeigt, dass knackige Maiskolben eigentlich HUNDEFUTTER sind.
Aber diese frechen Hennen picken ja, wenn man mitnaschen möchte. Letztendlich haben sie dann doch recht GESCHWISTERLICH geteilt.

Nur zu gut, dass es eine reiche Ernte geben wird!

Corn – Testing whether the corn is ripe yet not only is a great pleasure for our hens.
Emma and Vega have shown very clearly that crunchy corn cobs are actually DOG FOOD.
But this cheeky hens peck you if you want to participate.
Ultimately hens and dogs divided quite sisterly.
Only too well that there will be an abundant harvest!

Geteilte Freude

ist doppelte Freude. Bereits bei der Heimfahrt von unserem Urlaub war uns klar, dass wir all die Köstlichkeiten teilen werden. Alleine bringen wir das nie weiter. Und es war uns auch klar, wer, so wie wir, Freude an Geschmäckern hat- und wer in Reichweite wohnt.

Es war ein gelungener Abend, der bis in die Nacht hinein gedauert hat.

Shared joy – is double joy. On the way home from our vacation it was clear to us that we would share all the delicacies. This could never be eaten alone. And we were also sure who, like us, enjoys flavors as we do and who lives within reach.
It was a successful evening, which lasted until well into the night.

Tischgeflüster am Morgen

Manchmal erlaubt es der Stundenplan, am Morgen ZEIT ZU HABEN. Dann sitze ich gerne am Tisch, einem Zentrum unseres Lebens und lasse den Blick schweifen.

Der TAG Tischgeflüster hat sich daraus ergeben.

Die Brottüte aus der Mailänder Scala, die Schokolade aus dem Rinacsente, der Stein vom Strand und ein Stück Stuckatur aus der Familienkapelle von Casanova.

Gute Begleiter in einen neuen Tag!!!!!

Und, das Gefühl von GETRAGEN SEIN!!!

Table whispers in the morning – Sometimes our schedule makes it possible TO HAVE TIME for your own. Then I like to sit at the table, a center of our life and let my eyes wander.
The TAG table whisper has arisen from it.
The bread bag from La Scala, the chocolate from the Rinacsente, the stone from the beach and a piece of stucco from the family chapel of Casanova.
Good companion to a new day !!!!!
And, the feeling of BEING BORN !!!