Archiv des Autors: Angelika

Nussen vun Ander

Seit wir in diesem Haus wohnen haben wir uns immer wieder auf die Suche nach Walnussbäumen gemacht. Wenige sind im Außerfern zu finden. Und noch wenigere tragen Früchte.

Beim Ander in Osttirol haben wir dann einen Steckling für einen eigenen Nussbaum bekommen. Hermann hat ausführlich darüber berichtet.

Am Wochenende hat uns dann der Klockerpapa Nüsse aus Anders Garten gebracht. Und weil wir uns so gefreut haben, hat er uns seine Ration gleich dazu geschenkt.

Endlich haben wir diese herrlichen, geschmackvollen Früchte auch in unserem Depot. Den diversen Kuchen und Tartes steht nun nichts mehr im Wege.

Gekostet haben wir auch schon. HERRLICH!!!

Wieso schmecken eigentlich die im Geschäft derart LÅB??

Ein Buch schreiben

könnte ich schon seit geraumer Zeit.

Ein Buch über Tiere, die eigenartigerweise vollkommen anders agieren als in den WISSENSCHAFTLICHEN BIOLOGIEWÄLZERN beschrieben wird.

Zuallererst ein Buch über Hühner. Da stimmt ja fast gar nichts, was man so zu lesen bekommt. Manchmal ereilt mich das Gefühl, die schreiben vom SCHREIBTISCH aus, ohne je so einem Wesen begegnet zu sein. Anders kann ich mir ein derartiges Verkennen nicht erklären.

Viele schöne und berührende Geschichten gäbe es in meinem Buch.

Aber auch Geschichten, die ich nur mehr mit Tränen und Hadern erdulde und erleide.Und manchmal ist mir danach, auch in diesem Blog darüber zu berichten. Weil ich es weitererzählen oder rausschreien möchte!!
Fast eine Stunde lang haben wir heute nach Hedwig(die graue im Bild)gesucht. Weit und breit keine Spur von ihr.

Rufen, locken, schreien, die Nachbarn fragen hat kein Ergebnis gebracht.

Es wird wohl kein Raubvogel da gewesen sein…

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit gehe ich noch einmal eine Runde. Emma lockt mich mit ihrem Gebell in eine andere Richtung.

Im einem der Büsche, der im Kindergarten steht und zugleich an unseren Grund grenzt, sitzt sie und ist nicht erfreut darüber, dass ihr Spezialfutterversteck entdeckt wurde.

Ich war heilfroh, nicht mehr über die Möglichkeiten einer Raubvogelattacke zu sinnieren!!!

In Imscht sagt man dazu: Sou a Kanoschter!!!

Die Geschichte von Gretl braucht einige Vorabinformationen. Zwei Hähne haben im Moment das Sagen: Ander und Friedl. Wobei Ander eindeutig der Chef ist.
Friedl aber ist nicht von gestern und hat beschlossen, mit seiner Schar=alle freiheitsliebenden Weiberleit, unter dem Zaun durch in Richtung andere Felder zu wandern. Jeden Tag erblicke ich im Laufe des Tages eine stattliche Hühnerschar im Nachbarfeld. Mittendrin: Friedl. Jetzt weiß ich woher das Sprichwort: HAHN im Korb kommt.
Gestern Abend, ich war gerade dabei, frisches Futter in die Tröge zu geben, fehlt eine Henne: GRETL!

Ich wieder raus, mit der Taschenlampe bewaffnet, auf der Suche…im Garten… am Zaun…

Da ist doch ein weißer Fleck, mitten im Garten des Kindergartens.

Die Gretl sitzt dort in aller Seelenruhe, wie bei einem Sonnenbad. So als ob sie nur darauf warten würde, dass Friedl Madame persönlich auch noch in den Stall begleitet.

Ich über den Zaun, das Fangen hat sie mir recht leicht gemacht. Mit ihr wieder zurück über den Zaun.

Und während ich sie so an meine Wange drücke, weil ich schon sehr froh bin, dass ich sie gefunden habe, beginnen die Kinder mit “Laterne, Laterne..” im Garten ihre Runden zu drehen. Gott sei Dank ohne MARTINIHUHN.

Jetzt komme ich zu den Ereignissen, bei denen rausschreien und plärren manchmal die beste Therapie ist. Wie es uns die Kinder immer wieder vorzeigen. Richtig schreien/plärren…. aber dann ist es auch wieder gut!

Eine ehemalige Schülerin, die im Rahmen der Reifeprüfung eine Arbeit über Veganismus geschrieben hat, hat dieses Bild auf facebook gesendet.

Ich war sehr berührt, unterschreibt es doch den Satz:”So ist es eben, im Leben!”

Den Satz mag ich gar nicht. Er ist kein Trost! Aber eingepackt in diese Geschichte fällt es mir ein wenig leichter loszulassen und zu verlieren!!

Zwei meiner Hennen, die ich sehr in mein Herz geschlossen habe, haben uns verlassen.

Traudl und Jule…..

Sie fehlen mir so sehr…

Da ist oft noch soviel Nähe und schmusen und pflegen und teilen und hoffen und …

und am nächsten Morgen liegen sie im Stall. Die Augen zu….

Und manchmal habe ich gerade einmal 10 Minuten um mich auf die WELT mit ihren Nichtigkeiten( Noten, Geltung, Profit,….) einzustellen.

Da hilft dann ein Glas Seelenbalsam: AUF DAS LEBEN !!!!!!

Danke Mädls für all die Jahre mit euch!!!!!

Vorboten

Gestern hat der Winter einen Vorboten geschickt. Gott sei Dank nur einen Vorboten.

Es läppert sich zsåmm

Da war noch einiges von dem herrlichen Selleriekraut, das Hermann zu einer Gambobasis verarbeitet hat. Und in Summe haben die Basilikumpflanzen in den letzten Wochen doch noch einiges an Blättern zugelegt. Es war ein ausgezeichnetes Saatgut( ausnahmsweise von Manufaktum). Besonders das kleinblättrige ist sehr intensiv. Damit wir diesen Geschmack/Geruch auch den Winter über haben, haben wir es in Öl gelegt und einen Teil getrocknet. Ja und die Chilis haben auch eine handvoll ergeben und somit hat Hermann jetzt wieder scharfes Öl!!

Wie gut, dass es den Gärtopf gibt

Einen Teil der Scheibengurken legen wir ein. Naja, ein Teil ist gut. Nachdem wir zwei Abende geschnitten und geschnappelt haben war klar, da brauchen wir jede Menge Gläser- oder wir nehmen unseren dritten Gärtopf, der ursprünglich für andere Früchte vorgesehen war.
Es war eine Geruchsorgie, die Scheibengurken, versehen mit den eigenen Schalotten und den Lorbeerblättern aus dem Garten, im Sud zu köcheln um sie dann schichtweise in den Gärtopf zu legen. Viel gutes Saatgut ist übrig geblieben. Und es ist ein sehr gutes Gefühl, richtig guate Essiggurken griffbereit zu haben.

Jetzt schrumpft sie

die Scheibengurke. Die Minusgrade in den Nächten lassen sie langsam weniger und weniger werden. Dennoch wachsen immer noch Gurken nach. Jeden Tag gehe ich vorbei und pflücke noch ein paar. Inzwischen haben auch die Hennen entdeckt, dass sich unterhalb herrliches, unverscharrtes Revier befindet. Und es eignet sich hervorragend zum Versteckspiel.

So schian

Und da gibt es Jahre, wie das heurige, da kann es bei uns SO SCHÖN SEIN. Wir kosten jede freie Minute aus und leben immer noch draußen, wie wir es sonst nur im Sommer tun.

UND- wir gehen immer noch BARFUß!!!!

Unglaublich

Sie ist mein tägliches Wunder.

Der Lebensmut, die Geduld und das Urvertrauen IN PERSON!!!!
Unser blindes Huhn- die Traudl.
Es ist ein Erlebnis, sie zu beobachten, wie sie den Wassertrog findet um zu trinken, oder ihr Heubett ansteuert um auszurasten. Jeden Morgen, wenn es so herrrlich warm und sonnig ist, darf sie alleine in den Garten, um in aller Ruhe zu picken und sich ein Sonnenbad zu gönnen. Es berührt mich im Innersten, sie ist mir Lehrmeisterin im Umgang miit Einschränkungen. Dafür danke ich ihr jeden Tag!!!!!! Mögen ihr noch viele Sonnenstunden gegönnt sein.

Rückschnitt

Am Zaun steht eine riesige Kugelweide, die ich nicht gekauft habe. Es war wohl ein falsches Etikett dran. Jeden Herbst wird sie von uns stark zurückgeschnitten. Ihr Geäst ist stabil und wertvoll. Nach einer Trockenphase kommt das Laub auf die Beete, die Äste werden der Größe nach sortiert. Als Hebstecken für Pflanzen oder Flickmaterial für das runde Hochbeet. Die dünneren habe ich schon im letzten Jahr zu einem Handbesen verarbeitet. Heuer hatten wir so viele Äste, dass es für zwei Besen gereicht hat. Jetzt kann ich wieder den Rasen kehren. Das Müllmaterial geht weg und die Erde wird viel sanfter als mit einen Rechen behandelt.

KRAULEN für den Rasen. Das sieht man ihm nachher richtig an. Friedl und Sara waren nach der Inspektion ihrerseits zufrieden.

Die Knuidelen

Das ist Fany. Immer wenn sie mein Hochbeet plündert, hebt sie in regelmäßigen Abständen den Kopf, um sicher zu sein, dass die Luft immer noch rein ist. Sprich: wir sie noch nicht entdeckt haben und sie wieder aus ihrem geheimen Paradies vertreiben.

Christl und Hedwig, zwei von die Cochinknuidelen beim Versteckenspiel.

Meine Gretl im Galopp. Wenn es ums Essen geht, bricht sie alle Rekorde.

Agnes, das dritte Knuidele, mag es lieber ruhig und gemütlich. Eben a richtigs Knuidele!

Our chucks! The first one, on the left, is Fany.  Whenever she loots our raised bed, she lifts her head at regular intervals to be sure that the coast still is clear. That we have not yet discovered her and would expulse her out of her secret paradise. On the right, Christl and Hedwig love to play hide and seek too.
The picture below shows Gretl gallopping – presumably to reach some food before the others. Agnes, the last, likes it nice and easy – a real chuck!

Ander auf der Suche

Der Jüngste, der Ander, hat sich zu einem prachtvollen Hahn entwickelt. Er ist gerade auf Brautschau. Sara und Jota haben es ihm recht angetan. Sara ist auch von ihm sehr angetan. Jota ist noch im Zweifel- er isch soooo groß!!

Wenn er Jota zu nahe kommt, gibts meinerseits immer eine Rüge. Sie ist so klein, wird unter ihm recht flach und es geht sich einfach nicht aus.

Aber wenigstens auf ihren Hintern darf er schauen. Man sieht direkt wie ihm die SInne schwinden.

Und so scheinheilig schaut er, wenn er realisiert, dass ich gerade in der Nähe bin. Er bemüht sich sehr, die großen Weißen zu den Seinen zu machen. Es gelingt ihm ganz gut. Wenn nur die Jota auch dabei wäre. Sie bräuchte ja nur mitgehen. Nur a bisele schauen.

 

Andy on the prowl! One of our youngest members has become a magnificent cock. He is just looking for a wife. Sara and Jota have taken a shine to him. Sara is also very fond of him. Jota is still in doubt- he is soooo big !!
Whenever he gets near Jota, I always complain. She is so small, she is quite flat when she is under him and it simply does not work.
But at least he is allowed to look at her back. You can see clearly how his senses dwindle away.
He looks very hypocritical when he realizes that I’m near. He tries very hard to make the great whites his family, he succeeds quite well. If only the Jota would be part of his shock. Just going along. Just looking (a little bit).

Agathe

Jeden Tag wuseln sie um uns herum und erfreuen sich an all der Erde, die sie jetzt umgraben und picken dürfen. Das sonnige und frische Herbstwetter gefällt ihnen mindestens so gut wie uns. Längst überfällig sind daher wieder einmal ein paar Bilder unserer Schar.

Der erste Beitrag gehört Agathe. Sie ist wie Fany ein PRACHTWEIB von Henne. Ihnen (Fany und ihr) würde ich am liebsten das Korb sitzen am Fahrrad beibringen. Das ist so eine Henne, die man einfach unter den Arm nehmen kann. Wie schon des Öfteren geschrieben: Ich mag Wesen, die beim anpacken was hergeben. Wo man etwas in den Händen oder in den Armen hat!!!

Ich kann es nicht lassen

Vor einiger Zeit haben wir uns entschieden, dass es im nächsten Jahr ein BRACHJAHR gibt. Zum einen, damit sich die Beete, die uns über einige Jahre reiche Ernte geschenkt haben, erholen können. Zum zweiten brauchen wir mindestens zwei Jahre, um unsere Vorräte zu verkochen. Und zum dritten freue ich mich auf weniger Arbeit und mehr Zeit, um die Welt weiter zu erkunden. Von dort werden wir dann wieder gute Lebensmittel mitnehmen- hålt åndere.

Aber ich kann es noch nicht ganz lassen. An den Blumenzwiebeln bin ich nicht vorbeigekommen. Das Blau erinnert mich an die Ohrscheiben unserer Seidis und unserer Mischlinge. Die rosaroten Tulpen machen sich sicher wunderbar neben der Lienzrose.

Naja, und da die Zwiebel nicht wirklich viel Arbeit ergeben, zumal sie in ein Hochbeet kommen, habe ich die auch noch mitgenommen.

Das Blau macht sich sicher gut mit dem Rosa der Quittenblüte- wie immer mit hennensicherem Verbau!
Als die Arbeit dann getan war, hat die Sonne noch einmal alles zum Strahlen gebracht.

So oder So oder doch So

Manche Entscheidungen, den Garten und die Ernte betreffend, wäge ich tagelang ab. Nie fällt es mir wirklich leicht Pflanzen auszugraben und damit das Ende ihrer Zeit zu bestimmen.

Jene Pflanzen, die es gern warm und sonnig haben, hatten es heuer nicht leicht. Sie haben erst im Herbst die Wärme und Ruhe gefunden,um zu gedeihen. Lange habe ich mir überlegt, den Versuch zu wagen, sie umzutopfen und ins Haus zu bringen. So viele nette kleine Paprika waren noch dran.Und die Chilis bräuchten nur noch erröten.

Zumindest bei einem Hochbeet habe ich mich dann für die Ernte und das Ende entschieden.

Den Sellerie habe ich in Sand gelegt, um das Grün noch bis zum Einfrieren zu erhalten.

Hermann freut sich jetzt schon wieder auf die Sellerieschnitzel und ich mich auf den Salat mit Äpfel und Nüssen.

Das andere Hochbeet hat noch einmal eine ordentliche Ladung Hennenmist erhalten, damit die zweite Partie Rohnen doch noch ein wenig an Größe gewinnen kann. Mit Hilfe der Abdeckung kommt noch einmal Wärme von unten. Und wenn das Wetter nicht grad arge Kapriolen schlägt, sollte sich das ausgehen.

Gonzalo war gnädig mit uns

Neben einer geknickten Sonnenblume waren das die einzigen Sturmspuren.

Und die Blumentöpfe, die den Sommer draußen verbringen durften, zaubern jetzt wieder eine frische Atmosphäre in unsere Wohnräume

und ein südliches Flair in unser Bad. Gemütlich ist es wieder mit all dem Grün.