Archiv des Autors: Angelika

Heint håts quer gschnieben

Der Schneefall war heute von einigen Böen begleitet. Parallel zum Boden sind sie mit recht hoher Geschwindigkeit dahergeflogen- die Schneeflocken.

TROTZDEM habe ich Rosen im Garten, die so tun, als ob da nicht 1m Schnee auf ihnen gelegen wäre. Wahrscheinlich haben sie auch den Mann von La Mancha gesehen!

Oder sie wissen um die Christrose, die unter der Schneedecke blüht. Die den Schnee und die Kälte sogar braucht, um zu erblühen. Ich mag und schätze sie sehr- diese täglichen Wunder.

Jö schau,

was sich da unter der Schneedecke versteckt hat. Ein Winter ganz nach meinem Geschmack.

Nicht nur unsere Schar

hatte heute große Freude mit diesem milden Tag. Kaum zu glauben, dass vor wenigen Tagen noch soviel Schnee gelegen hat. Sie haben sich gut an die Temperaturen gewohnt. Alle wirken recht frisch und munter.

Von der kleinsten, Little Miss Sunshine über die mittlere Alberta, bis hin zur großen Agathe- alle scharren, picken und laufen dann mit ihrer Beute durch den Garten.

Meine Anna, die Sängerin in der Schar, ist wieder so schön, wie sie als junge Dame war. Ein wunderschönes Zwergseidenhuhn.

Die Vierlinge, Alma, Rho, Tau und Rosa sind so richtig robuste Hennen. Sie lieben es den Schnee aufzuwühlen um Halbgefrorenes zu picken ( Feinschmeckerhennen, was sonst).. Fini und Antonia sind mit von der Partie.

Meister der Komposition

Es gibt kein Essensrestl, wirklich keines, jeder halbe Zwiebelring wird aufbewahrt, das Hermann nicht zu einem weiteren Schmankerl verarbeitet.
Und niemals auf die gleiche Art und Weise. Es fällt ihm immer noch eine Variation des Themas ein. Für mich ein großes Glück, dass er mehr mit Nahrungsmittel denn mit Noten komponiert.
Ich freue mich immer sehr auf die Restlverwertung, diese köstlichen Überraschungen.

Dazugelernt

habe ich einiges, seit ich via facebook die Anfrage erhalten habe, ob wir Platz für “ausrangierte” Hennen aus Hühnerfabriken haben.
Es gibt seit Jahren Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Hühner, deren Legeleistung nicht mehr profitabel ( grausliges Wort!) ist, nicht dem Schlachter zu überlassen, sondern ihnen ein neues Leben zu ermöglichen. Rettet das Huhn ist wohl die bekannteste davon.
Meine Neugier war geweckt und so habe ich mich informiert, wie und wo und was und, und, und.
Auf den jeweiligen Seiten wird dann auch der Zustand beschrieben, in dem diese geschundenen Wesen sich befinden. Und was man alles braucht, um welche aufzunehmen. Da lese ich, dass sie Hühnerpullis zur Verfügung stellen.
HÜHNERPULLI???
Das halte ich für einen Scherz.
Sofort die Suchmaschine anwerfen und was finde ich:
Hühnerpullis in den liebevollsten Varianten.
Da die Hennen wegen den Haltungsbedingungen meist wenig bis keine Federn mehr haben und auch keine Temperaturen unter 20 Grad gewohnt sind, liefern diese Organisationen Hühnerpullis für die ersten 4-6 Wochen, bis die Federn nachgewachsen sind, mit.
Als ich dann noch bei einem Forumsbeitrag gelandet bin, der beschreibt, dass in England, das ja durch seine sehr spezielle Beziehung zu Hühnern bekannt ist, Damen in Altersheimen Hühnerpullover stricken, hat sich meine ursprüngliche Verwunderung in kindliche Begeisterung verwandelt.
Jetzt MUß ich einen Hühnerpullover nähen und einen stricken. Falls einmal eine unserer Damen sich recht intensiv der Mauser hingibt. Erkenntnis: Es gibt viele so fraulich(!!!!) Verrückte wie MICH!!!!

Neulich waren wir im Theater

Am 22. November 1965 wurde dieses Musical in New York(ANTA Washington Sqaure Theater) uraufgeführt. Am 6. Dezember war im Tiroler Landestheater die Premiere.
Eine herzerfrischender Abend mit herausragenden Schauspielern (Miguel Herz-Kestranek und Dale Albright!!!!!!)
Eine Geschichte, die uns über all die Jahre begleitet und wohl immer begleiten wird. Daher gibt es an dieser Stelle einmal Zitate aus der Feder von Cervantes und Karl Vossler.

Vielleicht ist es Wahnsinn,
sich Träumen hinzugeben.[…]
Aber gewiss ist es
der allergrösste Wahnsinn,
das Leben so zu sehen, wie es ist,
und nicht so, wie es sein soll.

Cervantes in “Der Mann von La Mancha”

Karl Vossler schrieb in “Aus der romantischen Welt” im Jahre 1940:

“Es gibt vielleicht kein zweites [Menschheitsgedicht],
das so wenig verneinend,
so grossherzig bejahend,
so gütig verstehend
zu allen lebendigen Kräften des Menschen steht[…]
welche Seltenheit,
ein satirischer Roman von echter Güte,
mit einem Lachen,
das, statt zu verwunden und zu töten,
unwiderstehlich belebt, verklärt, heilt und versöhnt.”

Diesen Abend habe ich mit Hermann und meiner Mama, der ich die Liebe zum Theater verdanke, verbracht. Wer kann, HINGEHEN!!!!!!!!!

Nachschub

hat uns das Christkindl auch für unsere Hochzeitsbilder gebracht. Für uns ist dieses Geschenk eine sehr herzliche, liebevolle, innige, wärmende und klingende Erinnerung an unsere Hochzeit.
Für alle Kennwortbesitzer: Die DVD wird demnächst geladen. Wieder andere Fotos, wieder ein anderer Blickwinkel. Man merkt, dass da jemand, der uns schon sehr lange kennt, fotografiert hat.

Rodelpartie

Vor unserer Haustüre, oberhalb des Urisees, kann man bei entsprechender Schneelage herrliches Rodelvergnügen erleben.
Es war ein gebührender Abschluss der Weihnachtsferien und wer das Glück hat, das auch noch mit zwei Traumwesen namens Emma und Vega zu tun, weiß was Lebensfreude heißt.

Die Brugg

heißt leider highline 179. Ein Tiroler Wort oder ein dåiger Name würde mir besser gefallen. Wir haben sie mit unseren Wiener Freunden am 31.12. 2014 beschritten.
406m lang ( das ist fast ein halber Kilometer!!!), 1,2m breit in luftigen 114m Höhe!!!!. 70 Tonnen Eigengewicht.
Am Hinweg war da noch Eingewöhnung an die Höhe und das Durchsichtgitter.
Aber den Rückweg sind wir sehr bewußt als “Ende des Wahnsinns” der letzten 6 Jahre gegangen. Ein achaisches Gefühl. WIR HABEN ES ER- UND ÜBERLEBT. We are in heaven- um bei Bryan Adams zu bleiben.

Carol Stone

Und solche Geschichten MAG ich einfach. Sie tun gut.

Teresa und Hilde

Zwei Frauen, die mich seit vielen Jahren mit ihren Lebenserfahrungen und ihren Worten begleiten. Beide Texte habe ich schon ein paar Jahre nicht mehr gelesen.
Aber immer, wenn mich die Unkultiviertheit im Umgang mit Fehlern und Wissen nervt- und das passiert mir in meinem Beruf nicht selten- hole ich mir die Weisheit dieser beiden Frauen aus meiner Erinnerung.
Das Gebet der Teresa ist mir einer meiner liebsten. Es bringt mich immer zum Schmunzeln.
Die Bitte von Hilde Domin, deren Worte aus einem anderen Text auch in unserem Eheversprechen sind, berühren mich noch immer bis auf die Herzhaut.

Und manchmal

ähnelt das Leben den Krippenfiguren. Oder Krippenfiguren werden lebendig.

Lisl im Stallele ähnelt der Henne im Korb- oder vielleicht ist sie die Henne im Korb.

Auf alle Fälle war sie in der Weihnacht dabei.

Am Ende dieser Ferien

bleibt das Gefühl, so lange Weihnachtsferien hatten wir noch nie.

Menschen, sehr herzliche und interessante Menschen waren zu Gast und auf Besuch. Wir hatten Wärme, Unmengen an Schnee, strahlenden Sonnenschein, tiefsinnige Gespräche, viel zu lachen, köstliches Essen und erfrischende Begegnungen.

Derart gestärkt werden wir die anstehenden Arbeiten mit viel Freude angehen.

Was bleibt ist viel Herzenswärme, Licht und wohltuende Worte.

Ich fühle mich beglückt und beschenkt derartige Lebensmenschen als Wegbegleiter zu haben.

Geschichten und Begegnungen

Wenn ich mich recht erinnere geht bei den Aborigines die jeweilige Tätigkeit mit einer Namensänderung einher. Bei Hermann ist auch so. Neulich wurde er vom Wirt im Morent mit “das ist der Mann aus der Klockerei” vorgestellt. Noch treffender hat es die tanzende, wirbelnde Prinzessin (7 Jahre) benannt:

DER MANN, DER AM HERD WOHNT.
Herz, was willst du mehr.

Reich beschenkt

haben uns unsere Lebensmenschen, die uns in den Ferien mit ihrem Besuch erfreuten, zurückgelassen.
Zum einen gab es einige kulinarische Versuchungen und Verführungen in Geschmackswelten. Ich sage nur XOCOLAT!!!!!!!!!
Wer die Möglichkeit hat bei DENN´S ein Sauerkrautbrot zu erstehen, sollten sich das gönnen. Herrlich gschmackig- leider schon fertig!

Und neben zahlreichen praktischen Begleitern haben wir ein wunderschönes Keramikteil für die Atmosphäre erhalten. Vielen lieben Dank euch allen. Jetzt seid ihr noch verankerter in unserem Alltag.