Archiv des Autors: Angelika

Oktavia und Vivienne

sitzen ganz viel beieinander und immer auf dieselbe Art und Weise.

Eine ganz spezielle

Geburtstagskarte ist bei Hermann eingetrudelt. Die mußte ich mit Pixel festhalten, weil sie so treffend ist. Genau so sind sie, die Hennen. Alles brüten sie aus, Hauptsache brüten. Und wie man von verschiedenen Berichten weiß, wissen sie genau, was das ausgebrütete Wesen braucht (mit Enten gehen sie zum Wasser,….). Der Zeichner oder die Zeichnerin muß Hennen kennen, sonst kann man so eine gelungene Karte gar nicht gestalten. Ein liebevolles Portrait meiner Lehr- und Lebensmeister!!

52 Jahre alt

hat er werden müssen, mein Bär, bis er das erste Mal in die Schule durfte. Ein bißchen zuviel Rummel war ihm, hat er mir gebrummelt- das kann er immer noch, wenn man ihn hin- und herbewegt. Es ist nicht mehr das tief, langanhaltende Brummen von früher, aber ein kurzes Grummeln kommt immer noch aus seinem Bauch. Die Kinder haben sich sehr gefreut und verstehen jetzt auch, was es mit Sakramenten auf sich hat. Mein Bär, den mir mein Onkel vor 52 Jahren aus der Schweiz, dort war er wieder einmal zum Bergsteigen, mitgebracht hat, hat sich vor allem über die coole Tasche gefreut, in der ich ihn transportiert habe. Jetzt darf er wieder auf seinen Platz, von dort aus hat er einen guten Überblick über all das Geschehen. Und seine Ruhe, der alte Herr, der mich seit 52 Jahren begleitet und beschützt.

Ein ganz besonderer

und herrlicher Tag liegt hinter uns.
Nachdem sich Hermann gestern wieder einmal ganz dem Kochen hingegeben hat, haben wir beim heutigen Sonntagsessen aus dem Vollen geschöpft. Unsere Eltern waren da und wir haben uns bei einem gemütlichen Ratscher der Geschmacksvielfalt( mir rinnt jetzt noch das Wasser im Mund zusammen) hingegeben.
Nach Kaffee und Kuchen sind wir dann Richtung Katzenberg, um an der Einweihung der Highline 179 teilzunehmen. Eine beeindruckende Flugshow von “Ray” Riedmann und Hannes Arch ( Red Bull Team) wurde geboten. Atemberaubend, was die beiden an Flugkunst beherrschen. Das Ambiente herrlich. Auf der Wiese liegen und den Künstlern der Lüfte zuschauen. Ein Spektakel mit Looping und unter der Brücke durch und Schrauben und trudeln und Kopfstand…. Viele schöne Bilder für die Erinnerungskammer in den Herzen!!!

Raindrops keep falling

Jene Pflanzen, die aus dem Winterquartier ins Freie gekommen sind, genießen die Regenbäder, die sie in den letzten Tagen erhalten haben. Darunter auch einige Hochzeitsgeschenke und der orange Mohn, der zur Blüte ansetzt. Man hat so das Gefühl, als ob die ganze Winterdunkelheit abgewaschen wird und alle Lebensgeister erweckt werden.

Ausnageln

Vier Schachteln voll mit den alten Kirchturmschindeln waren noch in der Garage. Nein, wegwerfen kann und mag ich sie nicht. Es ist Lärchenholz. Gold des Waldes. Aber voll mit Nägeln. Verbrennen wollte ich sie auch nicht. Aber zur Beetumrandung eignen sich diese altgedienten Scheiter. Also war zuerst einmal ausnageln angesagt. Gequietscht und gequiert haben sie beim herausziehen. Parallel zum Spalier habe ich sie dann mit einem Gummihammer in die Erde geschlagen. In dem so neu entstandenen Beet habe ich Sonnenblumen, Lein, Sizilianer, Stockrosen und Lupinen ausgesät.

Wer mag raten,

WO die Küken ihren Mittagsschlaf halten?

Ja genau, beim Palettenbett. Wo sonst? Und ja, so groß sind sie jetzt und so hübsch!!

Oskar, Josefine, Oktavia

Morele

Hildegard mit Josefa

Franziska

Helene

Wo, wie und was?

Wenn ich so meine Saatgutsammlung der letzten Jahre durchgehe, dann überfällt mich jedes Frühjahr diese Lust und diese Freude, am besten ALLES auszusehen, weil mir alle Blumen und all das Gemüse gut gefällt oder herrlich schmeckt. Da heißt es dann immer alle möglichen Behältnisse anbautauglich zu machen. Da unsere Hühner ja auch keine Kostverächter sind, gehört die nötige Schutzvorrichtung dazu. Heuer kommt auch das Fischernetz, das ich einmal als Symbol für biblische Geschichten gehäkelt habe und Petras Tonkugelen zum Einsatz. Jetzt können die Pflanzen wachsen, ohne dass ein frecher Schnabel gleich ausprobiert, ob das gut schmeckt.

Die Grünkraft

Die Hildegard hat schon recht gehabt, also sie vor einigen Jahrhunderten dem Grün eine besondere Kraft zugeschrieben hat. Nie fallen mir die unterschiedlichsten Grüntöne so auf, wie jetzt, wo die Blätter sich gerade entfalten. Wenn die Sonne dann auch noch durchscheint, komme ich wieder einmal aus dem Schauen und Staunen nicht heraus.

Die Regenbogenbrücke

Wenn am Ende eines Gartenjahres die Sehnsucht nach Erde, Blumen, Obst und Gemüse, das gerade verkostet oder eingelagert wurde, gestillt ist, gibt es IMMER diesen einen Sack an Zwiebeln, meist sind es Tulpenzwiebeln, den ich doch noch kaufen muss!

Die Zwiebeln, die ich im letzten Herbst erstanden habe, habe ich an den Gräbern unserer Hühner gesetzt. Berta, Salvatore und Donatello. Wenn sie dann jetzt erblühen erscheint es mir immer wie ein Gruß vom anderen Ende der Regenbogenbrücke.

Sei getrost, wir warten auf dich!

Håsch in Reis fiar die Hennen übertoan?

Ja, schau.

Beim Schauen ist mir dann als erstes Pumuckl eingefallen, wenn die Milch Guten Tag sagt.

Beinahe hätte der Reis Guten Tag gesagt.
Unsere Mädels danken uns das Zusatzfutter jeden Tag mit ihren Eiern.

Eierberge bekommen wir manchmal geschenkt. Eines schöner und köstlicher als das andere.

Ein gelungener Tag

war er, 25. April 2015. Aber darüber wird das Geburtstagskind noch selber berichten.

Wer hält noch fest an Idealen,

wer pflanzt noch einen Apfelbaum, wer fängt sie ein, die letzten Sonnenstrahlen? Wenn’s nicht die Dichter tun, die Lästerer wohl kaum….. ( aus: Tote Dichter von R.F.)
Diese, aus der Erinnerung hervorgeholten Zeilen eines Liedes, das Rainhard Fendrich leider nicht mehr singt, zumindest von den Konzerten, von denen ich weiß, fallen mir ein, wenn ich die Gedanken zur Frage, wer schreibt noch Briefe, schweifen lasse.

Allerlei an Kommunikationsmöglichkeiten hat die heutige Zeit hervorgebracht, und auf Lager. Postings, SMS, Whats ups, mails….. irgendwelche Abkürzungen, die nicht mehr für jedermann zu entziffern sind. Das ist alles recht komfortabel, aber wer schreibt noch Briefe?

Wo findet sich noch eine Auswahl an herrlichem Briefpapier, mit Initialen oder Mustern, Blumen oder Bordüren. Wo ist der Füllhalter, der noch ins Tintenfass getaucht wird und dabei mit Garantie einen Klecks verursacht? Wo die Zeit und die Muse, sich hinzusetzen und die Worte sorgfältig überlegen? Dann, nach dem gelungen Werk das Kuvert verschließen, die besondere Marke aussuchen, draufkleben und dann zur Post gehen, um den Brief aufzugeben. Wo finde ich noch das Warten auf den Antwortbrief?
Selten ist es geworden, das Briefe schreiben.
Neulich habe ich einen erhalten, einen Brief.

Nein, den öffne ich nicht so nebenbei, dafür gibt es eine spezielle Zeit und einen besonderen Ort. Dazu ein sehr gehaltvolles und schmackhaftes Bier- zur Feier des Tages.
Dann habe ich das Kuvert mit der Spannung, die ich dabei immer empfinde, geöffnet.

Den Brief hervorgeholt und seine Worte in meine Seele rinnen lassen. Balsam für die Seele sind die Worte in diesem Brief.
Die Augen werden feucht, da berührt etwas mein Inneres.

Bilder von Jahren der gemeinsames Zeit tauchen auf.
Nach einem köstlichen Schluck aus diesem besonderen Glas, lese ich ihn noch einmal und noch einmal.
Und weil er mich so freut und der Inhalt Gewicht hat, stecke ich ihn an unseren Kamin, damit ich ihn bei jedem Frühstück sehe und an Dich und die gemeinsame Zeit erinnert werde.

Falls es einen Kalender

für Hennen gibt, dann haben sie im Frühjahr mit Sicherheit ein Hochfest eingetragen. Engerlingwettrennen oder Fetter Festschmaus, so oder so ähnlich würde das Fest wohl heißen. Beim Umgraben der Hochbeete, um den Hennenmist unterzuarbeiten, finde ich bei den Brettern immer wieder Engerlinge/ Maikäferlarven. Ein Ruf( ich weiß, wer sie besonders gern mag, oder wer gerade Kraftfutter braucht) und ein Wurf und das Rennen hat begonnen. Selten gibt es einen Homerun, weil die Beute immer wieder den Besitzer wechselt. Die Routiniers hüpfen dann immer gleich ins Hochbeet und holen sich diejenigen, die ich übersehen habe. Jedes Jahr eine Riesengaudi.

Alles zu einer anderen Zeit

Heuer ist das Blühen und das Austreiben der Pflanzen sehr zeitversetzt, zum Teil überschneiden sich die einzelnen Perioden. Die erste Tulpe ist aufgeblüht, genauso wie fast alle Schlehenstauden.

Aber auch die Rohnen, die im Hochbeet überwintert haben, der Salat und sogar schon die Tomaten( im sicheren Haus) wachsen kraftvoll vor sich hin.