Wieviele verschiedene Grüntöne gibt es?

Ob das jemand weiß? Jeder Strauch, jeder Baum, jeder Stock und jede Pflanze zeigt im Austreiben einen der Grüntöne. Wann immer ich um diese Zeit durch den Garten streife fällt mir die Grünkraft der Hildegard von Bingen ein. Dann wirkt der Rundgang gleich doppelt.

Altbewährte Frühjahrskur

Wieder einmal in der Lehranstalt in Imst einzukaufen, war der Auslöser für diese belebende Kur während der Fastenzeit. Als ich noch regelmäßig nach Imst gefahren bin, hatte ich immer eine Bestellliste für diesen Apfelessig mit. Er ist etwas ganz Besonderes und ich kenne keinen Vergleichbaren. Ja und Honig haben wir sowieso reichlich im Haus, also auf gehts in die Kur mit diesen beiden Wundermitteln. Prost!

Mogsch eppes zun leisen?

Es gibt sie immer noch – allen Unkenrufen zum Trotz – die Freigeister, die Gipfelstürmer, die Höhenflieger, die Bewahrer von altem Wissen, die Enfallsreichen und die Humorvollen. Wenn Zeitschriften und Bücher zum Lesevergnügen werden.

Wer den Platz verlauft,

der hat ihn auch verkauft – lautet ein Satz eines Kinderspiels, das ich nie wirklich gemocht habe. Für Cipollino ist das eines seiner erklärten Lieblingsspiele. Sobald ich mich von einer meiner Wärmeeinheiten erhebe – schwupp, und da wird er wieder jung und agil – hat er den Platz besetzt. Und freiwillig gibt er den nicht mehr her. Unfreiwillig nur mit Extrastreicheleinheit.

Zaunholzrecht

Auf unserem Grundstück ist ein Zaunholzrecht. Ich habe nur erahnt, was das heißt, aber gefühlte 10 Telefonate später war uns dann die Bedeutung der heutigen Form dieses Rechts klar.

Einst war es für jene Bauern, die durch einen Zaun ihren Tieren – oder den Menschen und deren Besitz in der Umgebung – Schutz geben wollten. Aber heute ist das alles irgendwie agrargemeindeanders gedacht. Egal, wir brauchen einen neuen Zaun, die Jahre haben genagt und Emma hat mit ihrer Kraft das Ihrige dazu getan. Über das wie und was haben wir einige Zeit hin- und her überlegt und uns entschieden. Ja und jetzt liegt das Zaunholz und die Maschinen bereit und demnächst gehts los. Schritt für Schritt und Feld für Feld.

Gemeindetaxi Breitenwang

Mit einem Elektroauto wird man in Breitenwang zum Arzt, ins Krankenhaus, zum Einkaufen, zu Einladungen chauffiert, wenn man kein Auto hat, oder keinen Führerschein, oder…. Der Fahrtendienst wird unter der Woche und am Wochenende von Ehrenamtlichen geleistet. Aja und der Preis beträgt zwischen 1€ und 1,50€.

Genaue Informationen gibt es auf der Homepage der Gemeinde. Gute Idee!

Olles kannt des letzte Mol sein

drum soit ma sichs uodentlich gebm…lautet eine Liedzeile unserer Tanz-CD. Gesungen von Ernst Molden, “dem Leonard Cohen von Wien… schreibt wie ein Dichter und singt wie ein Henker” (Wolfgang Kralicek, Falter). Ich mag seine Lieder und ich bin dankbar darüber, dass es uns immer wieder gelingt, uns aus dem Alltag herauszuholen, um unser Leben zu feiern. Es kanntet jo des letschte Mol sein….

Strom aus in der Klockerei

Drei der wichtigen Geräte haben beschlossen, uns ihren Dienst zu versagen. Klassischer Fall von “meine Batterie ist alle”. Nein kein Kurzer, auch kein FI, also doch kein klassischer Fall. Wie Sherlock Holmes hat sich Hermann auf die Spurensuche begeben, ist fündig geworden, hat zerlegt und verschoben, repariert, geputzt, zerlegt, erneuert – früher sagte man dazu Universalgenie.

Bloß der Not keinen Schwung lassen

Gott sei Dank fällt mir dieser Satz, den ich Tschuli zu verdanken habe, dann doch immer wieder ein. Manchmal erscheint die Not schon recht groß und je mehr Aufmerksamkeit sie erhält, desto größer wird sie. Und manchmal ist die Not groß, sehr groß, umso wichtiger dann dieser Satz und seine Umsetzung in den Alltag.
Sonst können ganz schnell die Möglichkeiten, die Lösung, die Heilung, das Trotzdem des Lebens und die Wichtigkeit des Feiern, des Tanzens und des Genießens übersehen werden. Nana – so nicht, Angelika.

Heilmittel häufen sich

Einen ganzen Stapel an Kopien hat mir meine Mutter in die Hand gedrückt. Viel Vertrautes war darin zu finden, viele Ideen, die wir gerade wieder als Stärkung in der Fastenzeit verwenden. Es tut immer wieder gut, an Heilmittel erinnert zu werden.

Aber auch einige neue Anregungen sind dabei. Ich freue mich schon sehr, bin quasi schon am Scharren in den Startlöchern, wenn einige der großen Einweckgläser mit den Helfern des Alltags gefüllt sind. Ich sehe es schon vor mir, das Apothekerregal in der Klockerei.

Und wenn schon von Heilmitteln die Rede ist, soll der Humor nicht unerwähnt bleiben. Auch, oder gerade wenn das behandelte Thema kein leicht verdauliches ist.

Naja und der Grünkraft der Natur bin ich sowieso hoffnungslos ausgeliefert. Wenn dann die Spitzen der Blätter in ihrem unerschütterlichen Mut wieder durch die Erde in Richtung Luft und Sonnenlicht wachsen, dann zeigt das Leben alljährlich: ICH BIN WIEDER DA.

Gesegnet sein

Da ist dann der Tag da, wo das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels sichtbar wird. Bei jeder Entwicklung des Lebens, bei jedem Prozess und bei jeder Veränderung. Am Ende ist dieses Erkennen und dieses Spüren, wie sehr wir doch gesegnet sind. Und an diese Stelle gehört jetzt ein AMEN – so sei es.

Auch im Garten wird alles neu

Nicht nur der Mai macht alles neu. Ich genieße es sehr, dass ich die Zeit habe, MEINEN Garten wieder einmal neu zu gestalten. Auch an diesem Ort unseres Hofes wird der Reinigungsprozeß der letzten Monate sichtbar werden. Zuerst einmal trage ich alle angesammelten Gegenstände an den jeweiligen Orten zusammen – dem Material nach geordnet. Jetzt kommen die freudvollen Überlegungen, wo denn die Steinecke und wo die Blechecke in MEINEM Garten sein werden. Dann kann ich in aller Ruhe die Erde mit Kompost anreichern und das bereits Vorhandene mit neuen Pflanzen und Kräutern ergänzen. Er ist und bleibt mein Seelen- und mein Heilungsort – dieser MEIN Garten.

Den Mädels gehts gut,

wenn der Schnee wieder die Erde frei gibt. Kein Ungeziefer ist mehr vor ihnen sicher, aber auch kein Grashalm. Gesucht und gefunden wird an allen nur erdenklichen Orten – oder übt Fany für eine Zirkusnummer.

Flugsicherheit

Die Hennen sind für dieses Jahr im hinteren Bereich des Grundstücks angesiedelt. Zum einen, dass sich der Rasen einmal so richtig erholen kann, zum anderen, weil dort die sogenannte Überstallung leichter machbar ist. Der vordere Teil des Gartens gehört heuer MIR – auch der darf sich einmal von all dem Federvieh erholen.

Baum- und Strauchschnitt radikal

Alles hat seine Zeit. Eine Zeit zum Wachsen und eine Zeit zum Schneiden.

Was das Zurückschneiden von Sträuchern und Bäumen angeht, bin ich keine “richtige” Gärtnerin. Jeder Ast darf wachsen und sein. Im letzten Jahr habe ich die Gartenarbeit schon eher wie ein Rekrut beim Heer gemacht. Am Boden kniend, schon fast robbend. Der Garten hatte schon den Charakter von einem Dschungel angenommen.

Aus. Schluss. Ende.
Bei Neumond haben wir all den Sträuchern und Bäumen einen radikalen Rückschnitt verpasst, uns einen Häcksler ausgeliehen und gutes Material für den Kompost und die Hochbeete erhalten. Jetzt kann ich wieder aufrecht durch den Garten gehen und wir haben wertvolles Schnittmaterial für die heurige Saison.