Derart gestärkt sind wir zur MARIA KNOTENLÖSERIN in der Kirche St. Peter um uns zu bedanken.
Und einige der Knoten des Lebens haben wir wieder in ihre geduldigen Hände gegeben.
Danach sind wir in Richtung Fuggerei geschlendert.
Ein beeindruckender Ort. Sehenswert.
Augsburg ist immer einen Ausflug wert
Ich mag diese Stadt, die so viel Geschichte und so viele Geschichten in und um sich hat.
Diesmal war diese Unternehmung unter dem Motto: EINEN TAG FREI VON DER KLOCKEREI.
Ohne Hunde (Jasmin war uns wie immer dabei behilflich, unsere Tiere gut zu versorgen), nur Hermann und ich- im knallroten Volvo.
Begonnen haben wir den Tag im RIEGELE – wie es sich gehört.
Feines Ambiente, gutes Essen und richtig gutes Bier.
Für Hermann eine Weißwurscht, für mich Mozzarella aus Italien auf Kräuter und Salat, dazu ein Prosecco-Tomateneis – was es alles so gibt.
Gut wårs und fein wårs.
Das gehört zu den Dingen, die ich am Riegele mag- so viele Weisheiten für fast alle Lebenslagen!

Dass die Schwester Doris nicht fehlen darf, steht außer Frage.
Mein Gott, das hätte ich mir damals auch nicht gedacht, vor mehr als 15 Jahren, als Irmgard mir in Gottfrieding das Flaschl Bier in die Hand gedrückt hat und gemeint hat: Das ist eine Freundin von mir, sie ist Nonne und Braumeisterin. Kost amol- s’Flaschl bringst miar hålt wieder.
Das Flaschl hab ich immer noch- zur Erinnerung. Die Irmgard wird’s mir verzeihen. Und wie berühmt die Schwester Doris ist, weiß ich inzwischen auch.
Am meisten aber schätze ich ihre Braukunst und ihre Weisheiten.
Mondfinsternis Juli 2018
Spielereien der Abendsonne
Bereit für die Ernte
Ein untrügliches Zeichen für Sommerferien
Das ist eine der Tätigkeiten, die in der Klockerei immer in der ersten Ferienwoche passieren. Abeisen und Inventur der Gefrierschränke. Was ist noch da, was wird demnächst verkocht, woraus wird Kuchen gemacht,…
Welch ein Fundus.
Ausgerüstet sind wir ja, dass wir jederzeit eine Hochzeitsgesellschaft bekochen könnten, aber irgendwie leert sich dann immer alles im Laufe des Jahres.
Da ein Besuch, dort ein Fest und selber sind wir beide leidenschaftliche Esser.
Heuer haben wir die Gefrierschränke in die Garage übersiedelt. Kürzerer Weg und Temperatursenkung im Depot waren die Gründe dafür. Fein, jetzt steht das Essen einfach ums Eck.
Blaukraut
Der Aldermann Erbse
Zwei Tomatensträucher
wuchern in den neuen Hochbeeten. Ich hatte in den hohen Hochbeeten noch einiges an Platz und wollte die zwei zarten Tomatenpflänzchen nach der Idee von Herrn Stekovics anbauen. Ohne Stecken und auf Stroh- so wie sie in der Natur wachsen.
Inzwischen wuchern sie bereits in das zweite Hochbeet und tragen sehr viele Früchte. Die ersten, die unter der Staude auf Stroh liegen, werden schon recht schön rot. Hätte ich mir nicht gedacht, dass das so gut funktioniert. Man lernt nie aus.
Schau, eine Elfe in unserem Garten
Eingelegte Pilze
Nach dem Kochen und Genießen hab ich den Rest eingelegt – wie bei einem Rumtopf kann man da jederzeit dazulegen oder entnehmen. Die Pilze portionsweise im Sud einige Minuten kochen (3 Minuten für diese kleinen Pfifferlinge), herausheben, alle abkühlen lassen und mit gutem Öl mindestens einen cm über Füllhöhe bedecken.
Für den Sud 2 große Zwiebeln (gehackt), 4 Knoblauchzehen (kleingeschnitten), 2 Chilischoten (entkernt), 1 l Apfelessig, 1 EL Salz, 1 EL Zucker, 3 Lorbeerblätter, 2 TL Pfefferkörner, 2 TL Piment, 2 EL Senfkörner 5 Minuten aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen.
Eine (? Dutzende!) Fliege tut mir was zuleide!
Wir genießen ohne Ende unser Wohnen “inmitten des Gartens” und das Öffnen der großen Türen gehört da dazu: dann streicht die warme Sommerluft ins kühle Innere, ein bisschen noch voll von allem, was ihr begegnet ist: alle Gerüche, manche Geräusche, alle Pflanzen und Blüten, sogar die Sonne und manchmal den Sommerregen spürt man ihr noch an — viele solcher Tage hat es heuer schon gegeben! Am Abend dann verklingt der Tag und kühle, frische Luft, manchmal hört man die Grillen, begleitet den Abend in die Nacht.
Leider kommen damit auch Fliegen herein und sind dann am Abend in zweistelliger Anzahl herum, und ich muss es zugeben: ich mag sie nicht. Sie sind mir auch nicht egal, sondern ich find sie grauslich, und wer es wagt, mit seine dreckigen Füaß in mei Essen zu steigen, hat jedes Recht verspielt! Nun ist keine der Methoden, diese Plaggeister loszuwerden, wirklich appetitlich, am einfachsten und feinsten wäre es, sie einfach nicht drinzuhaben. Da haben wir lange gesucht, denn unsere große Schiebetür ist 2,70 hoch und mehr als zwei Meter breit — da passt kein Standard-Schutz mehr. Nun haben wir uns eine Maßanfertigung auf beiden Seiten des großen Wohnraums machen lassen (die Vorarbeiten dazu waren gscheit aufwendig) und freuen uns jeden Tag drüber: praktisch unsichtbar, aber effektiv. Nicht sofort kaputt, wenn irgendein Hiasl reinrennt.
Traumhaft! Mediterranes Wohngefühl, jeder Tag ein Genuss!
Das wird ja immer schöner!
Tatsächlich hören wir manchmal von Spaziergängern im Vorbeigehen “A schönes Haus” . Es tut auch einem selbst gut, dass man sich bewusst macht, wieviel an Energie da drin steckt. Und es bleiben immer noch Möglichkeiten übrig, Details zu verbessern oder, wie in diesem Fall, manches endlich fertigzustellen.
Die Decken von Terrasse und Balkon warten schon lange auf eine Verkleidung: nun haben wir endlich Zeit und Energie gefunden, um, wieder in Lärche, beide Decken mit gehobelten Brettern zu schließen und so beiden Räumen zu einer etwas anderen, gemütlicheren, aufgeräumteren und auch edleren Atmosphäre zu verhelfen! So a schöne Terrasse, so a schöner Balkon! Sagen wir uns, wenn wir draußen sitzen…
Brennnessel-Pressknödel
Dieses Rezept stammt aus einem weiteren kleinen Themenbändchen von Gerhard Wieser unter dem Titel “So kocht Südtirol”: “33 x Knödel”. Die Kombination aus Brennnesseln und Graukäse ist unwiderstehlich herzhaft aber nicht zu heftig!
150 g Knödelbrot mit 1 dl Milch und 100 g Graukäse mischen; die gekochten, feingehackten 100 g Brennesseln mit 2 Eiern, 1 EL Mehl und Salz dazugeben, durchkneten (am besten mit der Hand) und rasten lassen.
Mit nassen Händen Knödel formen. In der Pfanne flachdrücken und auf beiden Seiten in Butter braun braten. In Salzwasser kochen.
PS: Ich mach meistens die zwei- bis dreifache Menge, weil die Knödel wunderbar zum Einfrieren geeignet sind! Dann braucht’s nur mehr eine Suppe und oder einen Salat!
Im Gegensatz zur Fußnote im Büchlein wurden aus meinen 350 g gesammelten frischen Brennessel-Triebspitzen etwa 550 g gekochte! Für das Rezept sollten also 60 g leicht reichen.
Eierschwammerlknödel
Dieses Rezept stammt aus einem weiteren kleinen Themenbändchen von Gerhard Wieser unter dem Titel “So kocht Südtirol”: “33 x Knödel”. Es ist eigentlich für Steinpilznocken, aber das ist reine Formsache!
Unter 200 g Knödelbrot die Pilzzubereitung (150 g Pilze in ½ Zwiebel, mit 1 Knoblauchzehe in 2 EL Butter angeschwitzt, rösten; mit Salz, Pfeffer und 2 EL Petersilie und 1 EL Schnittlauch abschmecken) heben, mit 1 dl Milch, in die 3 Eier verrührt wurden, mischen, 2 EL Mehl untermischen. Rasten lassen, mit nassen Händen Knödel formen. In Salzwasser kochen.
PS: Ich mach meistens die zwei- bis dreifache Menge, weil die Knödel wunderbar zum Einfrieren geeignet sind! Dann braucht’s nur mehr eine Suppe und oder einen Salat!



