Archiv des Autors: Angelika

Mattsee

Nach ein paar Stunden Unterricht und einer knackigen Fahrt haben wir uns ein gutes Glas Bier und eine zünftige Stärkung verdient.

Der Spaziergang am nächsten Morgen war geprägt von Stille und Frische.

Diesen Neuzugang

möchte ich nicht unerwähnt lassen. Wie jedes Jahr hat sich meine Bibelrunde ein sehr schönes Geschenk zum Abschluss des letzten Themas einfallen lassen. Mit biblischen Träumen haben wir uns beschäftigt und jetzt haben wir einen Hüter unserer Träume in der Gnapsecke ( gnapsen: ein Nickerchen machen, meist nach dem Mittagessen)

Mei, dia Haut

Gemeint ist unsere Fany. Sie hat nach der Brüterei und der Mauser wieder begonnen, Eier zu legen. Riesige Eier. Hoffentlich pendelt sich das wieder ein, sie derbårmt mir, wenn ich sie gackern höre, während sie legt.

Bevor es ganz kalt wird

Die Küchenkräuter waren heuer an Pracht und Fülle nicht zu überbieten. Thymian haben wir portionsweise eingefroren, den Liebstöckl auch. Die Scheibengurken hatten noch genug an Früchten, um ein paar gute Jausenbrote und ein Glas zum Fermentieren zu bereiten.

Die Brachfelder und der Kompost haben noch einmal eine Steige Erdäpfel für uns bereit gehalten. In Summe haben wir heuer trotz der Brache eine reiche Ernte. Manchmal gehe ich durch das Depot und bin erstaunt über all die Vielfalt und die Schätze, die uns durch die nächsten Monate begleiten werden.

Schritt für Schritt

Obwohl die Bilder von unserer Herbstreise schon darauf drängen gezeigt zu werden, gibt es einige Nachträge, die die Zeit vor der Abreise betreffen. Hausbuch bleibt Hausbuch.

Die Zwiebel konnte ich heuer erst nach den ersten Frostnächten ernten und das haben sie gar nicht gemocht. Recht glasig und feucht waren sie, aber noch nicht ganz erfroren. Aber an Überwintern war nicht zu denken. Guter Rat war in diesem Fall nicht teuer, denn die Zwiebelsuppe, die Hermann diesmal auf umbrische Art gekocht hat, gehört zu den besten Seelenwärmern im Winter. Viele Gläser davon warten im Gfrierer, um unsere Abwehrkräfte zu stärken. Die Kostprobe war vielversprechend und im Geschmack ein Genuss.

Eine neue Zeit

ist angebrochen. Ich habe unser Essgeschirr ausgetauscht. Es waren in all den Kisten und Schachteln, die Werner und Marietta uns gebracht haben, genau soviel Teller, Tassen und Schüsseln, dass es für unseren Hausgebrauch reicht. Diesem alten Geschirr mit all seinen Einzelteilen konnte ich nicht widerstehen. Und so sind die Restbestände aus der Studentenzeit bei der Issba gelandet, die noch verbliebenen Teile meiner Aussteuer für die großen Feste und für die Besuche im Depot gelandet und das alte, neue Geschirr hat Einzug in der B2 gehalten.

Wir freuen uns bei jeder Tasse Kaffee und bei jedem Essen über den Anblick dieses Geschirrs, am meisten freut sich Hermann über die vielen kleinen Schalelen und Kandelen, die sich hervorragend für die Reschtln eignen.

Winterquartier

Jetzt sind sie alle wieder in ihrem Winterquartier und verleihen den Räumen einen Hauch von Sonne und Süden.

Tischgeflüster

lautet eines der Schlagworte, das ich in diesem Hausbuch immer wieder verwende. Dieser Tisch flüstert nicht nur, er erzählt Geschichten. Von gemeinsamen Stunden und Erlebnissen. Vom Urlaub und von der Hochzeit. Vom Garten und der Ernte. Von Besuchen und Mitbringseln. Von Raritäten und Patenschaften. Vom Erhalt der Vielfalt und den Kreisen der Bildung. Von Erinnerungen und Zufällen.Von unvergleichelichen Geschmäckern und betörenden Düften.Vom Leben, von unserem Leben.

Da hilft nur eines

Wenn die Temperaturen, derart um die NULLGRADGRENZE herumtanzen, gehört es zum Feierabend, nach getaner Arbeit, sich an das knisternde, lodernde, prasselnde Feuer im Kamin zu sitzen. Wärme, die nicht nur den Augen gut tut.

Es war Mitte Oktober 2015

da haben Liebstöckl, Sonnenblumen, Petersilie und Topinambur so ausgesehen.

An einen derart trüben und kalten Herbst kann ich mich während der 30 Jahre, die ich schon in dieser Ecke Tirols lebe, nicht erinnern. Bei uns ist der Herbst bekannt für Altweibersommer und herrlich sonnendurchflutete Wandertage. Der Oktober hat den Ruf, der letzte Reifer zu sein. Heuer fehlten dem Oktober 225 Sonnenstunden.

So schauts aus

Seit genau einem Monat sind wir vom Urlaub wieder da.

Seit einem Monat schaut der Himmel so aus.

Wir hatten, glaube ich, 2 Sonnentage.
Draußen konnten wir kein einziges Mal mehr sitzen, weil da immer dieser kalte Wind wehte. BBBRRRRRRRR!!!!!!
Meine armen Hennelen.

Der Wetterbericht

kündigt für die nächsten Tage wieder nur Nebel, Wolken, Regen, ja sogar Schnee und Frost an. Da hat die Quitte nichts mehr davon, also war gestern noch einmal Erntetag. So goldgelbe, reife Früchte hatte dieser Baum noch nie. Dass uns Claudia zeitgleich ein sehr verlockendes und verführerisches Rezept geschickt hat, nennt man wohl einen guten Zufall. Die UFO’S haben wir auch vor dem Frost gerettet. Jetzt weiß ich gar nicht zu welcher Köstlichkeit ich den Haubenkoch des Hauses verleiten soll?!

Das DOLCE FAR NIENTE

So heißt eines unserer Zimmer seit Kurzem.
Die Familien unserer Freunde, die uns immer wieder besuchen, werden mehr und größe. Da ist einiges an Nachwuchs dazugekommen, Eva geht auf die 16 zu und auch andere Menschen, die bei uns übernachten wollen, werden immer mehr. All diese Tatsachen haben uns zu dazu verleitet, ein weiteres Kartonbett zu kaufen. Die Paletten wurden zur Lese- und Lümmelecke umgebaut. Eine spezielle Auswahl an Büchern, die auf die eine oder andere Art zum Träumen verleiten, sind griffbereit einsortiert. Noch fehlen die Palmen, die erst in den nächsten Tagen in ihr Winterquartier übersiedelt werden, dann steht dem SÜßEN NICHTSTUN nur mehr das eigene Wünschen oder Wollen im Wege.

Sie haben das Haus ausgeräumt

Marietta und Werner haben das Huamhaus, das verkauft wurde, ausgeräumt. Sie wissen, dass wir eine Vorliebe für alte Sachen haben, und haben uns einige Schachteln mit wunderschönem Geschirr vorbeigebracht. Ich habe ausgesucht und werde jetzt wohl das Sammelsurium unserer Tassen und Teller zur Issba oder ins Depot geben. Um das romantische alte, neue Geschirr einzuräumen. Gånz nobel schaut es dann bei uns aus- alles mit Goldrand. Bin gespannt, ob das Essen dann noch feiner schmeckt.

Vorratskammer

Unsere Vorratskammer, auch Depot genannt, füllt sich Tag für Tag. Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir eine ganze Mannschaft über Monate ernähren können. Marietta hat uns ihre köstlichen Äpfel geschenkt. Ich sehe schon die Kiachl und den Schmarren vor mir, oder doch den gedeckten Apfelkuchen, oder Äpfelschnitz???!!
An der Quitte kann ich mich gar nicht satt sehen. Ihr haben die heurigen Sommertage richtig gut getan. Bei ihr rätseln wir noch über die Verarbeitung. Marmelade, Kompott, mit Honig und den Käse haben wir schon. Aber was machen wir aus diesen herrlich reifen Früchten??