Mit Anna aus der LÁia habe ich mich ausgetauscht und ganz besondere Samen geschenkt bekommen: Luffa,Acanto und Kamelien. Ich werde es ausprobieren und bin schon recht gespannt, was sich da wohl entlocken lässt. Ganz besondere Freude habe ich mit dem Ableger von einem Ohrwaschelkaktus. Mein alter aus Griechenland hat schon vor Jahren den Geist aufgegeben. Jetzt habe ich wieder einen gefunden, im Le Bocche , einem netten Restaurant am Strand von Portovenere.
Archiv des Autors: Angelika
Saatgut von Karpathos
Es erscheint mir Jahre her, aber es war erst im letzten Sommer, wo wir eine Woche auf dieser herrlichen griechischen Insel verbringen durften. Von den jeweiligen Spaziergängen habe ich mir Samen von der Sizilianerblume und dem Wunderbaum(Rizinus) mitgenommen. Jetzt blühen sie auf. Eine wunderbare Erinnerung und eine feine Verbundenheit.
Kennst du das Land…
wo die Zitronen blüh´n… Diese Sätze begleiten mich im wahrsten Sinne des Wortes schon ein halbes Leben lang. Ja, Herr Goethe hat schon gewusst, was er in seiner italienischen Reise festgehalten hat.
Seit Jahrzehnten besuche und bereise ich dieses Land und es lässt mich nicht mehr los. Die Sehnsucht nach dieser einmaligen Wärme wird gestillt und zugleich verstärkt. Oder, wie es eine Freundin benannt hat, das ist für euch wohl schon so etwas wie HEIM FAHREN.
Heimat ist dort, wo das Herz ein Zuhause hat.
Ja, mein Herz hat dort ein Zuhause.
Allein all die Menschen, die dort leben und die im Laufe meines Lebens ein Teil davon geworden sind.
Beziehungen, die die Armut, das Elend, die Not, den Krieg aber auch die Freude, die Wärme, den Neubeginn, die Lebendigkeit, die Geburtlichkeit ( Hannah Strack ?) und das TROTZDEM kennen.
Über Jahrzehnte hinweg.
Ich könnte mich jetzt seitenweise ergehen und alle nur erdenklichen philosophischen und theologischen Abhandlungen schreiben, aber ich mag bei DIESEM Urlaub, bei DIESEN Tagen in der Lombardei und in Umbrien bleiben.
Und ich bin noch dort!
Und das freut mich und tut so wohl!!!!!!!!!!
Viele Jahre habe ich es vermisst, dieses über eine lange Zeit danach noch an Orten zu sein. Es war nicht mehr da.
Wenn ich wieder da war, war ich wieder da.
Aber dieses Mal hat sich meine Seele wieder daran erinnert und sie kann und mag es noch. Täglich erscheinen Bilder in meinem Kopf.
Bilder von den besuchten Orten, den Menschen, das Stimmengewirr, das Rauschen der Blätter, der Duft und die Aromen, das Wogen und das Strahlen. Und in diesen Momenten bin ich noch dort.
Ich höre die Schritte auf dem Kiesweg in der Dogana, rieche Margherita, habe Adelas Lachen im Ohr, schmecke die Nudeln bei Ines und spüre den Fahrtwind der kurvigen Landstrassen auf meiner Haut.
Und ich erinnere mich an die Blicke der Menschen, in denen noch soviel Herzlichkeit und Wärme ist,
an die ältere Dame, die ihre demente Mutter, die im Rollstuhl sitzt, küsst und herzt und kost und immer die Worte AMORE, AMORE MIO sagt,
an die Selbstverständlichkeit der Hilfsbereitschaft von wildfremden Menschen,
an den liebevollen Umgang mit unseren Mädels,
an die Unkompliziertheit und das außer Frage stellen,
an das Wissen um Siesta und DOLCE FAR NIENTE,
an die Lebensweisheit der älteren Menschen, die noch mitten im Dorf sitzen und häkeln,
an die Weite, die Sanftheit der Landschaften und die Weichheit des Wassers,
und an die Gelöstheit von uns allen.
Ja, ich kenne es mehr und mehr, dieses Land, indem die Zitronen blühen…
Die der Amalfiküste und die der Cinque Terre…
Ja, ich kenne es mehr und mehr, dieses Land von San Francesco, San Benedetto, San Antonio, Santa Angela, Santa Margherita und dem Heiligen Valentin.
Und so
Und so ist ein weiteres
Nur eine der Initiativen
Am Ende
Kunst und Kreativität
Cortona
La Scarzuola
Wann immer wir eine Reise planen, oder treffender gesagt, die Reise uns plant, suchen wir erst einmal alle Materialien,Karten, Broschüren und Reiseführer, die wir schon haben zusammen. Dann schauen und blättern wir und fragen bei Tante Google nach. Und dann ist immer wieder der Moment, da Hermann doch noch irgendwo einige ganz spezielle Reiseführer in digitaler Form findet. In einem dieser Reiseführer war über La Scarzuola zu lesen. Nach einer Anfrage war klar, dass es gar nicht einfach ist, dort hinzukommen. Am Mittwoch vor der Heimreise erhielt Hermann dann die Information: Donnerstag um 15.00 Uhr können wir uns einer Gruppe anschliessen. Viele Kurven, nein, diesmal noch mehr Kurven, die letzten 50 in der Einöde, da war nichts mehr weit und breit.
Wir parken vor einem großen Tor und treten ein in eine Welt voll von Magie und Mystik.
Von Franziskus gegründet, dort ( und in La Verna) war ihm die totale Versenkung möglich, später vom Tomaso Buzzi, einem italienischen Stararchitekten gekauft, und in seine ideale Stadt verwandelt. MAGISCH UND MYSTISCH!!
Monte Oliveto
war das Ziel dieser Fahrt durch die Crete. Die Straße schlängelt sich, und schlängelt sich und noch eine Kurve und plötzlich ist man wieder in einer grünen Oase. Aber erst einmal war eine Stärkung im Klostergasthaus angesagt. Dann waren wir bereit für einen Besuch in dieser Abtei. In dieser Benediktinerabtei. Bisher war Umbrien für mich untrennbar mit dem Hl. Franziskus verbunden, liegen doch viele seiner Kultstätten in dieser Region. Erst auf dieser Reise wurde mir klar, dass der mindestens gleichbedeutende Benedikt, der Schutzpatron Europas, aus dieser Region kommt und hier gelebt und gewirkt hat. Benedikt von Nursia, das heute Norcia heißt, und in der südöstlichsten Ecke Umbriens liegt. Die Norcia steht bereits auf dem Zettel für unsere nächste Reise. Warum? Anklicken und staunen!!
Die Marmorstatue vor dem Eingang hat mich in ihrer Aussagekraft sehr beeindruckt, auch Emma und Vega war klar auf welch spirituellem Boden sie da gerade sind. So brave Mädels!!!
In den Osterferien
waren wir im Chianti, der dunkelgrünen Region zwischen Florenz und Siena. Dort hat Hermann in San Donato eine herausragende Metzgerei und in Tavernelle eine ganz spezielle Brauerei entdeckt. Damals haben wir uns einige Kostproben mitgenommen. Die waren recht bald fertig, auch ob der großherzigen Verteilereien von Hermann. Bei der Planung dieser Sommmerreise war bald klar: Wir holen Nachschub! Nur eine gute Stunde Fahrzeit entfernt und der Außerferner Winter vor der Tür. Zwei gute Gründe, um uns mit Balsam für Leib und Seele einzudecken.

Mittags waren wir mit den Einkäufen und dem Verladen fertig, dann ging es ab in Richtung Abbazia Monte Oliveto. Innerhalb einer Kurve war das Tiefgrün des Chianti weg und das Graubraun der CRETE lag vor uns. Selten habe ich eine so beeindruckende Landschaft gesehen,halbmeterhohe Schollen, die mit kleinen Raupen und riesigen Eggzähnen bearbeitet werden. Staunen nur kann ich….
