Hundertsassa!

Die Abfahrt mit der Rodel ist immer besonders – die Hunde laufen so schnell sie können, am liebsten direkt bei der Rodel. Dabei passiert Emma dann, dass sie hin- und hergerissen ist: auf mich und Vega warten — dann fährt aber Eva davon! Also: nix wie nach, in 6 Sekunden von 0 auf Hundert!!

Wuchteln mit ålter Marmelad

Ja, ich habe vorher noch nie Wuchteln (so sagt man bei uns zu Buchteln) gemacht. Da hatte ich Respekt davor, weil erstens: Germteig und zweitens: Füllen. Ersteres sowieso schwierig bzw. aufwendig (Dampfl oder nicht Dampfl?) und zweitens weil: was rinnen kann das rinnt — nämlich raus (Murphys Gesetz). Dass das eigentlich ein Projekt zum Aufbrauchen alter Marmelade war hat mich zuversichtlich gemacht, weil die ist eher gummiartig und verhüpft höchstens irgendwohin, zumindest die eine Sorte, mit der wollte ich beginnen.

Dann aber gleich gscheit mutig und das Brutal-Rezept mit dem Backautomaten auf die Spitze getrieben: nicht einmal darüber nachgedacht, was denn jetzt vielleicht sinnvollerweise als erstes reinkommt sondern einfach: alles rein in den Topf (nämlich für die Mohnbuchteln: 600 ml Milch, 15 g Germ, 320 g Mehl, 70 g gequetschter Mohn, 130 g Zucker, 120 g Butter, 2 Eidotter, 1 Ei, 1 EL Rum, 1 Prise Salz; für die “normalen” Buchteln: 300 g Mehl, 20 g Germ, 40 g Zucker, 200 ml Milch, 1 KL Salz, 2 Dotter, 40 g Butter) und das Germteigprogramm mit 15 Minuten vorwärmen und dann Kneten laufen lassen. Tatsächlich wurden das schöne Kugeln, die ich in einer zugedeckten Schüssel dann gemütlich gehen lassen konnte. Nach gut einer Stunde dann daraus  eine Rolle formen, Stücke schneiden, breitdrücken und mit einem Marmeladehäuferl besetzen. Dann zu einem Stück schließen — das ist das eigentlich schwierige aber auch da bin ich recht wild gewesen – irgendwie halt, wird sich schon ausgehen. In zerlassener Butter rundherum wälzen und auf Blech oder in Auflaufform einordnen. Bei 200°C waren die bei mir schon nach 25 Minuten so braun, dass ich sie aus dem Rohr nahm.

Und es ist sich ausgegangen, gerade die mir bis dahin unbekannten Mohnbuchteln (mit Powidl) waren besonders gut, auch die normalen (mit grandiosem Scharzribiselgummgelee) waren herrlich, hielten gut zwei Tage frisch und waren auch danach noch ein Eintunkfreude (in den Kaffee) bzw. eine feine Ergänzung zum Rotwein (ja!).

 

Winterblüten

Das Knospen und das Aufblühen in den Wintermonaten vermittelt mir immer aufs Neue das Wunder der Natur.

Was haben Rügen und Zöblen gemeinsam?

Gånz guate Såchen zun essen und zun trinken.

UND wenn Hermann einkaufen geht, dann werden wir immer wieder mit guten Lebensmitteln verwöhnt. Die Leberwurst vom Käthrer, einem Hofladen in Zöblen, der Teil einer ansehnlichen Landwirtschaft ist, hat es uns seit einiger Zeit schon angetan. Prädikat: Sehr Gut

Das Bier war in meinem Adventkalender und kommt aus Rügen. Alleine die Zeichnungen auf den Verpackung sind es wert, vom Geschmack ganz zu schweigenn. Kraft tanken über den Winter… Feierabend genießen…gustieren.